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Auch Bayern prüft Befreiung von Testpflicht nach Booster

Die bereits am vergangenen Wochenende von Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Niedersachsen umgesetzte Praxis, Menschen mit Booster-Impfung im Rahmen der 2G-Plus-Regel von der Testpflicht zu befreien, verspricht von anderen Bundesländern übernommen zu werden - darunter nicht zuletzt Bayern.

06.12.2021 21:32 • von Marc Mensch
Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (Bild: IMAGO/Sven Simon)

Erst am vergangenen Samstag hat Baden-Württemberg - quasi zeitgleich mit Rheinland-Pfalz und Niedersachsen - eine Korrektur bei der 2G-Plus-Regel vorgenommen (wir berichteten). Demnach sind in diesen Bundesländern Menschen von der Testpflicht befreit, die bereits eine Booster-Impfung empfangen haben. Nun ging Baden-Württemberg sogar noch einen Schritt weiter: Tatsächlich müssen Geimpfte auch dann kein negatives Testergebnis mehr vorlegen, wenn seit der letzten erforderlichen Einzelimpfung nicht mehr als sechs Monate vergangen sind. Gleiches gilt für Genesene, deren Infektion nachweislich maximal sechs Monate zurückliegt.

In Niedersachsen, das den Schritt vergangene Woche als erstes Bundesland publik gemacht hatte, erklärte man, die Entscheidung sei ausdrücklich vor dem Hintergrund der Erkenntnis erfolgt, dass das Risiko nicht nur einer Infektion, sondern vor allem auch einer Übertragung des Virus nach der dritten Impfung ausgesprochen gering sei. Zudem sei mit dem Schritt die Hoffnung verbunden, "stark beanspruchte Testkapazitäten" zu entlasten.

Wie bereits angekündigt, berieten die Gesundheitsminister - erstmals unter Beteiligung des designierten Bundesgesundheitsministers Karl Lauterbach - heute unter anderem über Ausnahmen von der Testpflicht bei 2G Plus. Und nicht nur Mecklenburg-Vorpommern prüft die Übernahme der Praxis der drei "Pilotländer" ganz konkret. Sondern vor allem auch Bayern, wie Gesundheitsminister Klaus Holetschek im Anschluss an die Beratungen ankündigte. Zudem soll sich auch Lauterbach der Booster-Ausnahme gegenüber aufgeschlossen gezeigt haben - womöglich ebenfalls ein wichtiges Signal in Richtung der Länder, die noch nicht mit 2G Plus für Veranstaltungen operieren, ihre Maßnahmen aber potenziell verschärfen könnten.

Ein Sonderfall bleibt unterdessen Berlin, wo beim "Plus" seitens der Veranstalter ein Wahlrecht zwischen unterschiedlichen Auflagen besteht.