Produktion

DAS WAR 2021 - Eine Branchenumfrage: Ewa Karlström, Produzentin, SamFilm

Was waren die Ereignisse, die Ihr 2021 geprägt haben? Blickpunkt:Film hört sich um und befragt Mitglieder der Kino-, Fernseh-, Festival- und Videobranche, mit welchen Schwierigkeiten sie konfrontiert waren, welche Erfolge sie feiern konnten. Hier berichtet Ewa Karlström, Produzentin, SamFilm.

08.12.2021 07:32 • von Jochen Müller
Ewa Karlström (Bild: Irina Tübbecke-Bechem)

Was waren die Ereignisse, die Ihr 2021 geprägt haben? Blickpunkt:Film hört sich um und befragt Mitglieder der Kino-, Fernseh-, Festival- und Videobranche, mit welchen Schwierigkeiten sie konfrontiert waren, welche Erfolge sie feiern konnten. Hier berichtet Ewa Karlström. Produzentin, SamFilm.

1. Was waren für Sie die prägenden Ereignisse in diesem Jahr?

Für mich kam Anfang des Jahres die Erkenntnis, dass wir uns gerade in der größten Umbruchphase befinden, die ich bisher in meinem Leben erlebt habe. Und dieser Umbruch umfasst nicht nur unsere Branche, sondern die ganze Gesellschaft.

2. Womit hatten Sie am meisten zu kämpfen?

Der Umbruch ist zum einen sehr spannend und inspirierend, aber verlangt auch ein Umdenken und zwingt uns aus manchen liebgewonnenen Komfortzonen heraus.

3. Was waren Ihre persönlichen größten Erfolge?

Nach monatelanger pandemiebedingter Kinoabstinenz hatten wir die Abnahme unseres Films Der junge Häuptling Winnetou" auf der großen Leinwand. Nach der Vorführung liefen mir und der Förderverantwortlichen die Tränen über die Gesichter vor Glück über dieses gemeinsame tolle Kinoerlebnis. Und dass Ostwind - Der große Orkan" nach 14-monatiger Verschiebung im Sommer endlich eine große Premiere bekam und von 600.000 Zuschauern im Kino gesehen wurde und damit der vierterfolgreichste deutsche Film des Jahres ist.

4. Wie schätzen Sie 2022 ein?

Der Streamingmarkt wird weiter boomen, was auf der einen Seite für uns alle großartig ist. Auf der anderen Seite leidet das Kino momentan durch diesen Umbruch. Die öffentlich-rechtlichen Sender leiten einen Großteil der Budgets in die Mediatheken und vernachlässigen den Kinofilm, in ganz besonderem Maße den Familienkinofilm. Um ihn zu erhalten, braucht es dringend politische Unterstützung!

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