Kino

DAS WAR 2021 - Eine Branchenumfrage: Björn Hoffmann, Geschäftsführer Pandora Film

Was waren die Ereignisse, die Ihr 2021 geprägt haben? Blickpunkt:Film hört sich um und befragt Mitglieder der Kino-, Fernseh-, Festival- und Videobranche, mit welchen Schwierigkeiten sie konfrontiert waren, welche Erfolge sie feiern konnten. Hier berichtet Björn Hoffmann, Geschäftsführer von Pandora Film und Vorstandsvorsitzender der AG Verleih.

08.12.2021 12:22 • von Marc Mensch
Björn Hoffmann (Bild: Pandora Film)

Was waren die Ereignisse, die Ihr 2021 geprägt haben? Blickpunkt:Film hört sich um und befragt Mitglieder der Kino-, Fernseh-, Festival- und Videobranche, mit welchen Schwierigkeiten sie konfrontiert waren, welche Erfolge sie feiern konnten. Hier berichtet Björn Hoffmann, Geschäftsführer von Pandora Film und Vorstandsvorsitzender der AG Verleih.

"Unsicherheit und fehlende Perspektiven"

1. Was waren für Sie die prägenden Ereignisse in diesem Jahr?

Ich hatte 2021 zwei prägende berufliche Erlebnisse. Das erste war die Open-Air-Premiere von Je Suis Karl" am 19. Juni im Rahmen der Sommer-Berlinale. Nach Monaten im Lockdown saß beinahe das gesamte Filmteam in einer warmen Sommernacht inmitten von 1000 Besuchern im Freiluftkino Friedrichshain und wir erlebten den Film zum ersten Mal gemeinsam mit dem Publikum. Gänsehaut. Als prägend empfand ich außerdem unsere Schulvorstellungen mit eben jenem Film, die wir im Rahmen der Kinotour veranstaltet haben. Die Gespräche der Jugendlichen mit Christian Schwochow und Thomas Wendrich haben mich beeindruckt, mir Hoffnung gegeben und mir noch mal vor Augen geführt, wie wichtig und wie toll Schulkino ist!

2. Womit hatten Sie am meisten zu kämpfen?

Im ersten Halbjahr damit, die Firma möglichst unbeschadet durch die Monate der Kinoschließungen zu steuern. Dann nach Wiedereröffnung mit dem so nie dagewesenen, brutalen Verdrängungswettbewerb im Kino. Und aktuell kämpfe ich, wie alle Kollegen in Verleih und Kino, mit der Unsicherheit und den fehlenden Perspektiven.

3. Was waren Ihre persönlichen größten Erfolge?

Um es mit Angela Merkel zu sagen: Dass ich mir die Fröhlichkeit im Herzen bewahrt habe.

4. Wie schätzen Sie 2022 ein?

Ich bin grundsätzlich positiv gestimmt, befürchte jedoch, dass uns allen noch ein weiteres Jahr unter Pandemie-Bedingungen bevorsteht und viele Marktteilnehmer spätestens jetzt auf eine existenzbedrohende Situation zusteuern. Nicht nur aufgrund der zu erwartenden, pandemiebedingten Einschränkungen und Verhaltensänderungen, sondern auch, weil in 2022 Dank des Überangebots an Filmen wieder um jede Leinwand und jede Vorführung erbittert gekämpft wird.

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