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DAS WAR 2021 - Eine Branchenumfrage: Gregory Theile, Geschäftsführer Kinopolis

Was waren die Ereignisse, die Ihr 2021 geprägt haben? Blickpunkt:Film hört sich um und befragt Mitglieder der Kino-, Fernseh-, Festival- und Videobranche, mit welchen Schwierigkeiten sie konfrontiert waren, welche Erfolge sie feiern konnten. Hier berichtet Gregory Theile, Geschäftsführer von Kinopolis.

07.12.2021 12:26 • von Marc Mensch
Gregory Theile (Bild: Kinopolis)

Was waren die Ereignisse, die Ihr 2021 geprägt haben? Blickpunkt:Film hört sich um und befragt Mitglieder der Kino-, Fernseh-, Festival- und Videobranche, mit welchen Schwierigkeiten sie konfrontiert waren, welche Erfolge sie feiern konnten. Hier berichtet Gregory Theile, Geschäftsführer von Kinopolis.

"Enger zusammengerückt"

1. Was waren für Sie die prägenden Ereignisse in diesem Jahr?

Auch wenn die Corona-Pandemie mit all ihren Wendungen unser Geschäft auch in diesem Jahr bestimmt hat, war das prägendste Erlebnis für mich der vollkommen überraschende Tod von Kurt Schalk. So wie Kurt innerhalb der Branche eine außergewöhnliche Rolle gespielt hat, war er auch für Kinopolis eine absolute Integrationsfigur, die uns sowohl menschlich als euch inhaltlich nach wie vor wahnsinnig fehlt.

2. Womit hatten Sie am meisten zu kämpfen?

In diesem ohnehin schon turbulenten Jahr, sind drei Themen nochmals besonders herausgestochen: Förderungen, Verordnungen sowie die Personalsituation in den Kinos. Auch wenn sich die Fördersituation für größere Unternehmen im ersten Halbjahr deutlich verbessert hat, gibt es je nach Bundesland und Unternehmensgröße nach wie vor erhebliche Unterschiede. Leider muss man zudem feststellen, dass der Kultur-Fonds sowohl von der konzeptionellen Grundidee als auch in der Umsetzung gravierende Schwächen enthält. Was die Verordnungen angeht, kann ich mittlerweile nur noch verwundert den Kopf schütteln, dass man in bald zwei Jahren Pandemie nichts dazugelernt hat und wir in jedem Bundesland immer wieder mit unterschiedlichen Regelungen konfrontiert werden. Besonders getroffen hat uns zudem der ausgeprägte Personalmangel, der uns sicherlich auch im kommenden Jahr zu schaffen machen wird.

3. Was waren Ihre persönlichen größten Erfolge?

Unser größter Erfolg war und ist, dass wir bei Kinopolis in dieser schwierigen und herausfordernden Zeit als Team noch enger zusammengerückt sind, um die Krise gemeinsam zu bewältigen und wir trotz aller Widrigkeiten den Blick klar nach vorne richten. Ich kann dem ganzen Team an dieser Stelle nur ein riesen Kompliment machen.

4. Wie schätzen Sie 2022 ein?

Die vergangenen Wochen haben gezeigt, dass das Virus unberechenbar ist und uns womöglich noch länger beschäftigen wird, als wir alle gehofft hatten. Dennoch habe ich die Hoffnung nicht aufgegeben, dass sich die Situation ab dem Frühjahr entspannt und wir dank des vielversprechenden Filmangebots ein gutes Restjahr haben werden.

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