Kino

DAS WAR 2021 - Eine Branchenumfrage: Tammo Buhren, Geschäftsführer zweiB

Was waren die Ereignisse, die Ihr 2021 geprägt haben? Blickpunkt:Film hört sich um und befragt Mitglieder der Kino-, Fernseh-, Festival- und Videobranche, mit welchen Schwierigkeiten sie konfrontiert waren, welche Erfolge sie feiern konnten. Hier berichtet Tammo Buhren, Geschäftsführer des Kinotechnikdienstleisters zweiB.

06.12.2021 07:31 • von Jochen Müller
Tammo Buhren (Bild: zweiB)

Was waren die Ereignisse, die Ihr 2021 geprägt haben? Blickpunkt:Film hört sich um und befragt Mitglieder der Kino-, Fernseh-, Festival- und Videobranche, mit welchen Schwierigkeiten sie konfrontiert waren, welche Erfolge sie feiern konnten. Hier berichtet Tammo Buhren, Geschäftsführer des Kinotechnikdienstleisters zweiB.

"Grundsätzlich optimistisch"

1. Was waren für Sie die prägenden Ereignisse in diesem Jahr?

Für mich persönlich war der Tod von Kurt Schalk ein sehr prägendes Ereignis. Er war über Jahre ein guter Freund und zugleich auch Sparrings-Partner bei vielen Events. Mich ereilte die Nachricht bei der Filmmesse Köln und hat mich absolut geschockt. Die Kinobranche ist ja nicht nur Arbeit, sondern zugleich auch der Ort, an dem man über Jahrzehnte tolle Freundschaften mit Menschen knüpfen konnte. Ich vermisse Kurt sehr. Darüber hinaus fand ich es spannend zu sehen, wie flexibel und anpassungsfähig Branchen und Menschen sein können, um solche Krisen zu überstehen. Da kommen unglaublich viele positive Dinge dabei raus.

2. Womit hatten Sie am meisten zu kämpfen?

Die Herausforderungen waren vielschichtig. Über allem stand, das eigene Unternehmen möglichst unbeschadet durch die Krise zu bringen. Es war wichtig, neue Ideen zu entwickeln, um weiterhin Umsätze zu generieren und positiv in die Zukunft zu schauen. Das kostete oft viel Kraft. Darüber hinaus war es eine große Herausforderung, das eigene Personal weiterhin zu motivieren und aufzuzeigen, dass es "weitergeht". Im Sommer/ Herbst 2021 war dann im Kino- sowie Veranstaltungssektor eine massive Erholung zu spüren. Da zeichnete sich aber dann sehr schnell ab, dass viele Branchen (Kino, Gastronomie, Veranstaltungen) sehr viele Fachkräfte verloren hatten. Dieses konnte man nur sehr schwer nachbesetzen. Erst da wurden die Auswirkungen durch Corona auf dem Arbeitsmarkt sichtbar. Man konnte einen Vorgeschmack darauf bekommen, mit welchen Themen wir auch in der Zukunft zu kämpfen haben werden.

3. Was waren Ihre persönlichen größten Erfolge?

Es sind weniger einzelne Ereignisse, die hervorstechen. Ich bin stolz darauf, ein tolles Team bei zweiB zu haben. Es ist derzeit viel wert, wenn man weiß, dass man ein Team hat, auf das man sich verlassen kann.

4. Wie schätzen Sie 2022 ein?

Aufgrund der Dynamik, die das ganze Corona-Thema hat, ist es schwierig, Vorhersagen zu treffen. Aus vielen spricht die Hoffnung. Es wäre wünschenswert, dass wir alle wieder eine gesunde Basis für unser Business aufbauen können. Dazu gehört, dass wir einige Dinge besser machen als vor der Pandemie und aus unseren Fehlern lernen. Ich gehe grundsätzlich mit viel Optimismus in Jahr 2022.