Kino

HDF drängt auf einheitliche Umsetzung der MPK-Beschlüsse

Der Forderung nach bundesweit einheitlichen Standards sieht der HDF im Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz mit der flächendeckenden Anwendung von 2G grundsätzlich Rechnung getragen. Gleichzeitig betont der Verband aber nicht nur die Notwendigkeit maßvoller Ausnahmen für Kinder und Jugendliche, sondern vor allem jene einer ausgeweiteten Überbrückungshilfe IV.

02.12.2021 18:53 • von Marc Mensch
Christine Berg, Vorstandsvorsitzende des HDF (Bild: Mike Auerbach/HDF Kino)

Mehr Planungssicherheit und bessere Orientierung für das Publikum - das schafft nach Ansicht des HDF Kino der heutige Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz, 2G flächendeckend als Zugangsvoraussetzung für zahlreiche Bereiche inklusive des Einzelhandels auszurollen. Insoweit sei der Forderung nach bundesweit einheitlichen Standards Rechnung getragen worden. Gleichzeitig appelliert der Verband eindringlich an die Länder, die Maßnahme tatsächlich auch einheitlich umzusetzen.

Eine Forderung, die natürlich nicht zuletzt vor dem Hintergrund der Tatsache erfolgt, dass in rund einem Dutzend Bundesländern aktuell erheblich schärfere Regeln gelten und teilweise von der Möglichkeit von Ausnahmen für Jugendliche nur eingeschränkter oder - bezogen auf das Kino - sogar gar kein Gebrauch gemacht wird. Ein Problem, das der HDF klar adressiert. "Insbesondere im Hinblick auf kulturelle Teilhabe von ungeimpften Kindern und Jugendlichen fordern wir die im Infektionsschutzgesetz vorgesehenen Ausnahmereglungen mit Maß, wie es zum Beispiel in Niedersachsen der Fall ist", heißt es dazu in einer Stellungnahme der Vorstandsvorsitzenden Christine Berg.

Ganz zentral gehe es nun darum, das Überleben der Kinos zu sichern, die sich schon seit der Einführung von 2G mit einem "massiven Besucherrückgang" konfrontiert sähen. "Nach fast zwei Jahren Pandemie sind alle Reserven aufgebraucht. Hier muss die Politik mit einer ausgeweiteten Überbrückungshilfe 4 alle Kinostandorte unterstützen. Ansonsten kommt im nächsten Jahr eine große Insolvenzwelle auf uns zu", so die eindringliche Mahnung.