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WDR-Programmdirektorin Valerie Weber hört auf

Überraschend hat WDR-Programmdirektorin Valerie Weber um die Aufhebung ihres Vertrages gebeten. Sie ist seit acht Jahren zuerst als Hörfunkdirektorin, dann als Programmdirektorin im Amt.

01.12.2021 21:20 • von Michael Müller
Hört beim WDR auf: Programmdirektorin Valerie Weber (Bild: WDR)

Acht Jahre nach der Wahl von Valerie Weber zur WDR-Direktorin hat Intendant Tom Buhrow den Rundfunkrat darüber informiert, dass Weber den WDR um Aufhebung ihres Vertrages bittet. Sie wurde im November 2013 zur Hörfunkdirektorin gewählt und ist seit Beginn ihrer zweiten Amtszeit 2019 Programmdirektorin für NRW, Wissen und Kultur.

"Mit der Übergabe des ARD-Vorsitzes vom WDR an den rbb zum Jahreswechsel geht für mich eine äußerst spannende Aufgabe als Mitglied der ARD-Geschäftsführung zu Ende", sagt Weber laut einer Mitteilung am Mittwoch. "Außerdem ist WDR-intern mit der multimedialen Zusammenführung aller Fachredaktionen sowie der strukturellen und personellen Neuaufstellung der Hörfunkflotte ab 2022 auch ein wichtiger Meilenstein im digitalen Umbau des WDR erreicht."

Weiter führt sie aus: "Es war mir eine große Ehre, so viele Jahre die Zukunft des größten Senders der ARD mitgestalten zu können. Ich bin dem Intendanten und den Gremien, die mich in der ganzen Zeit unterstützt haben, sehr dankbar für ihr Vertrauen. Meine Benennung als erste Direktorin ohne öffentlich-rechtlichen Hintergrund war einerseits ein Wagnis, andererseits aber auch ein klares Aufbruchssignal angesichts der notwendigen internen Veränderungen: massiver Einspardruck gepaart mit den Herausforderungen des digitalen Wandels. Ich danke den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Kolleginnen und Kollegen für das Vertrauen und das großartige Engagement, mit dem sie den Weg mitgegangen sind. Zusammen haben wir viel erreicht."

Seit der crossmedialen Strukturreform 2019 verantwortet Weber die elf WDR-Landesstudios sowie die Fachressorts Wissen, Wirtschaft und Kultur. Dazu leitet sie neben den sechs Radiowellen die vier WDR-Ensembles. Sie hat den Launch vieler digitaler Angebote begleitet, wie das Wissensgebiet "Quarks", der Instagram-Kanal "Mädelsabende" und das TV-Format "Freitagnacht Jews" für die ARD-Mediathek. Daneben verantwortet sie das reichweitenstarke WDR-Fernsehangebot: das regionale NRW-Magazin "Lokalzeit".

WDR-Intendant Tom Buhrow kommentiert Webers Entscheidung: "Wir respektieren den Wunsch von Valerie Weber, den WDR zu verlassen, auch wenn uns ihre wertvollen Impulse und kreativen Ideen fehlen werden. Mit ihr verlieren wir eine Visionärin für den Public Value des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, eine Kämpferin für agile und neue Strukturen und eine empathische Programm-Managerin, die immer das Publikum im Blick hat. Wir bedauern ihr Ausscheiden sehr."