Festival

Filmfestival Max Ophüls Preis verlängert, dezentral und hybrid

Das 43. Filmfestival Max Ophüls Preis wird auf zehn Tage verlängert und sowohl vor Ort als auch digital stattfinden. Die Filmvorführungen vor Ort werden nicht nur in den Saarbrücker Kinos, sondern auch in weiteren Kinos im Saarland stattfinden.

01.12.2021 12:24 • von Jochen Müller
Festivalleiterin Svenja Böttger und Künstlerischer Leiter Oliver Baumgarten (Bild: FFMOP/Oliver Dietze)

Vor dem Hintergrund der "aktuell herausfordernden pandemischen Lage", wie es in einer Pressemitteilung heißt, haben sich die Verantwortlichen des Filmfestival Max Ophüls Preis dazu entschlossen, die geplante 43. Festivalausgabe nicht ausschließlich vor Ort stattfinden zu lassen und auf zehn Tage zu verlängern.

Von 16. bis 26. Januar sollen die Wettbewerbsfilme in den Saarbrücker Kinos sowie einigen Kinos im Saarland unter Einhaltung der jeweils geltenden Corona-Vorschriften zu sehen sein. An die Vorführungen im Saarbrücker Cinestar, wo das Festival am 16. Januar auch eröffnet wird, folgen moderierte Filmgespräche mit Gästen aus dem Filmteam, das - ebenso wie die Eröffnungsveranstaltung - simultan in alle teilnehmenden saarländischen Kinos gestreamt wird. Der Vorverkauf für die Kinos beginnt am 10. Januar. Die Wettbewerbsjurys werden die Filme in eigens für sie organisierten Kinovorführungen sichten.

Ergänzt wird das Präsenzprogramm des Filmfestival Max Ophüls Preis durch ein bis inklusive 30. Januar zur Verfügung stehendes Online-Angebot. Auf einer Streaming-Plattform sollen die Wettbewerbsfilme zusätzlich zu den Kinopremieren verfügbar sein. Wie die Veranstalter betonen "voraussichtlich allerdings nicht in vollem Umfang und wie schon im vergangenen Jahr aus Rücksicht auf die zukünftige Verwertung der Filme in begrenzter Ticketanzahl und mit Geo-Blocking begrenzt auf Deutschland". Verfügbar werden die Filme dort jeweils nach ihrer Premiere im Rahmen des Festivals bis zum 30. Januar - sofern das Ticketkontingent nicht vorher erschöpft ist.

Die Verleihung der Festivalpreise im Gesamtwert von mehr als 110.000 Euro wird am 26. Januar ausschließlich online stattfinden und live übertragen.

Svenja Böttger, Leiterin des Filmfestival Max Ophüls Preis, und dessen Künstlerischer Leiter Oliver Baumgarten zu den aktuellen Planungen: "In diesen Zeiten stehen wir vor der Herausforderung, die notwendigen Kontaktbeschränkungen einerseits und die Wahrung des Kinos als Kulturort andererseits in Einklang zu bringen. Der dezentrale hybride Ansatz ist für uns eine gute Möglichkeit, um bestmögliche Sicherheit und größtmöglichen Filmgenuss mit den Vorzügen eines Eventcharakters zu verbinden. Für das Filmfestival ist es wichtig, auch in so schwierigen Zeiten seinem Kulturauftrag nachkommen zu können, der eine Verantwortung gegenüber den Zuschauer:innen ebenso wie gegenüber den jungen Talenten umfasst. Unser Ansatz ermöglicht in diesem Sinne ein handfestes Festivalerlebnis in der Pandemie, das dem jungen deutschsprachigen Film Stimme und Repräsentanz verschafft."

Weitere Informationen unter ffmop.de.