Kino

Berliner Koalitionsvertrag: AG Kino begrüßt Bekenntnis zum Kulturort Kino

Die rot-rot-grüne Regierung in Berlin hat heute ihren Koalitionsvertrag vorgestellt. Die AG Kino begrüßt vor allem die darin vorgesehene dauerhafte Sicherung und Stärkung der Programmkinos.

29.11.2021 16:10 • von Jochen Müller
Christian Bräuer, Vorstandsvorsitzender der AG Kino-Gilde (Bild: David von Becker)

Die künftige rot-rot-grüne Regierung unter Führung der designierten Regierenden Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) hat jetzt ihren rund 150 Seiten umfassenden Koalitionsvertrag vorgelegt. Auf Seite 101 befindet sich ein klares Bekenntnis zu Berlin als "Film- und Kinostadt Nummer Eins in Deutschland". So wolle man sich u.a. beim Bund für die Aufstockung der Mittel des DFFF und weitere Berlinale-Sommerspecials einsetzen, die Förderung von Filmfestivals ausbauen, der Förderung von Kinder-, Dokumentar- und künstlerischem Film sowie Kurz- und Animationsfilmen einen besonderen Stellenwert einräumen und eine zentrale Anlaufstelle für Drehgenehmigungen einrichten.

"Um Berlins vielfältige Kinolandschaft zu erhalten, will die Koalition insbesondere die Programmkinos dauerhaft sichern und stärken", heißt es in dem Koalitionsvertrag weiter wörtlich, was Christian Bräuer, Vorsitzender der AG Kino, besonders freut: "Die Berliner Koalition sendet mit diesem Bekenntnis zum Kulturort Kino ein gerade in der aktuellen Situation so wichtiges Signal für eine lebendige und vielfältige Kiezkultur in der Hauptstadt. Den Kinos gibt dies nach fast zwei Jahren Pandemie Mut und eine verlässliche Perspektive. Freuen dürfen sich auch die Filmfans in der Stadt, denen mit der Berlinale und der einzigarten Programmkinolandschaft eine herausragende Vielfalt geboten wird."

Gleichzeitig kündigt Bräuer an: "Wir werden unseren politischen Partner im Berliner Senat und im Abgeordnetenhaus sehr gerne zur Seite stehen, wenn es darum geht, den Koalitionsvertrag mit Leben zu füllen. Mit einer weitsichtigen und auf die Belange der Programmkinos zugeschnittenen Umsetzung kann ein wichtiges Signal zur Stärkung der Kino- und Filmvielfalt über die Grenzen Berlins hinaus gesetzt werden."