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BR-"Polizeiruf" gewinnt in Baden-Baden

Mit der Folge "Bis Mitternacht" hat zum fünften Mal ein von Dominik Graf inszenierter Film den Hauptpreis des Fernsehfilm-Festivals gewonnen. Die Preis-Gala wurde kurzfristig aufgrund der aktuellen Corona-Lage abgesagt.

26.11.2021 20:00 • von Frank Heine
Szene aus "Bis Mitternacht" mit Thomas Schubert und Verena Altenberger (Bild: BR)

Das Fernsehfilm-Festival Baden-Baden ist für den Regisseur Dominik Graf ein gutes Pflaster. Der von ihm nach einem Drehbuch von Tobias Kniebe inszenierte Polizeiruf 110: Bis Mitternacht" wurde heute Abend mit dem Fernsehfilmpreis der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste ausgezeichnet. Zuvor wurde diese Auszeichnung bereits Grafs Filmen "Tiger, Löwe, Panther", "Der Skorpion", "Sperling und der brennende Arm" und "Hotte im Paradies" zuteil. Zudem war Graf 2004 der erste Gewinner des Ehrenpreis des Festivals, der damals noch Hans-Abich-Preis hieß.

"Ein Film wie aus einem Guss. Inszenierung, Bildsprache, Schnitt, Einsatz von Stilmitteln, schauspielerische Leistungen - hier stimmt alles", heißt es in der Jury-Begründung über den Siegerfilm.

Aus den elf parallel zum Festival auf 3Sat ausgestrahlten und aus der Mediathek des Senders abrufbaren Wettbewerbsfilmen wurde Bjarne Mädels für den NDR entstandenes Regiedebüt Sörensen hat Angst" zum Gewinner des 3sat-Publikumspreis gewählt.

Den Sonderpreis für die herausragende darstellerische Leistung gewann Rosalie Thomass als tragische Heldin im SWR-Thriller Jackpot". Den Sonderpreis für das herausragende Drehbuch erhält Ruth Toma für die WDR-Tragikomödie "Ruhe hier stirbt Lothar" (WDR). Vor 14 Tagen erst wurde Thoma auch bei den DAfF-Preisen zur besten Drehbuchautorin gekürt. Der Preis der Studenten-Jury geht in diesem Jahr an Anja Dihrberg für das Casting von "Jackpot".

Als Gewinner des Ehrenpreises des Festivals standen bereits im Vorfeld die Produzenten Quirin Berg und Max Wiedemann fest.

Aufgrund der aktuellen Corona-Lage hat sich die Akademie der Darstellenden Künste kurzfristig dazu entschieden, die feierliche Preisverleihung abzusagen. In den Tagen zuvor ging das Festival als 2G+-Veranstaltung im Kurhaus Baden-Baden über die Bühne.