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ZDF-Frauen fordern Parität im Sender

Das Netzwerk "Frauen im ZDF" setzt sich in einem Offenen Brief für eine Änderung der Unternehmenskultur in seinem Sender ein und fordert Parität in der Geschäftsleitung.

26.11.2021 14:38 • von Frank Heine
Mehr Stühle mit Frauen besetzen, der künftige ZDF-Intendant sieht sich klaren Forderungen gegenüber (Bild: ZDF/Hintzen)

Ein Offener Brief des Netzwerks "Frauen im ZDF" ist nicht nur als Appell an den Verwaltungsrat des Senders zu werten, sondern auch als klare Ansage an den künftigen Intendanten, Norbert Himmler, auch wenn er namentlich nicht genannt wird. Himmler hatte sich im Juli bei der Wahl des Nachfolgers oder der Nachfolgerin von Thomas Bellut denkbar knapp und erst nach dem Rückzug seiner Konkurrentin Tina Hassel behauptet.

In seinem Schreiben fordert das Netzwerk eine Veränderung der Zusammensetzung der Geschäftsleitung des Senders, die sich derzeit aus fünf Männern und einer Frau zusammensetzt. Im Zuge des Intendantenwechsels wird die Programmdirektion neu besetzt, 2022 wird außerdem die Nachfolge des amtierenden Chefredakteurs Peter Frey geregelt. Die vakanten Positionen mit weiblichen Führungskräften zu besetzen, werten die ZDF-Frauen als "Signal, das die Entwicklung innerhalb des Hauses konsequent und nach außen sichtbar fortführt."

Genügend Frauen, die sich in allen Bereichen des ZDF qualifiziert haben, stünden "für einen Einsatz in der höchsten Führungsebene" bereit. "Der Verwaltungsrat hat also jetzt die Gelegenheit, bisher bestehende Nachteile für Frauen und fehlende Diversität in der ZDF-Führung zu korrigieren", heißt es in dem Offenen Brief. Und weiter: "Wir wollen nicht länger dabei zusehen, wie in Zeiten eines enormen gesellschaftlichen Wandels Chancen verpasst und Gelegenheiten zur Gleichstellung vertan werden."