Produktion

"Fortschritt wagen"

Auch der Produzentenverband sieht wichtige Kernforderungen im Koalitionsvertrag berücksichtigt und freut sich nach eigenem Bekunden auf die Zusammenarbeit mit einer "leidenschaftlichen Politikerin" auf dem Posten der Kulturstaatsministerin. Der Verband sei bereit für einen "intensiven Dialog".

26.11.2021 13:20 • von Marc Mensch
Ingo Fliess, Vorstandsvorsitzender des Produzentenverbands (Bild: if... Productions Film)

Gemeinsam mit der Produzentenallianz und neuen weiteren Verbänden und Institutionen hat der Produzentenverband bereits ein ganz zentrales Thema für die deutsche Filmwirtschaft explizit adressiert und die Eile einer Umsetzung angemahnt. Aber auch abseits des Versprechens der Prüfung einer Investitionsverpflichtung begrüßt der Verband, dass mehrere seiner Kernforderungen Eingang in den Vertrag gefunden haben.

Für das "Fortbestehen einer wirtschaftlichen Basis für unabhängiges Filmschaffen in Deutschland" sei nun eine zeitnahe Umsetzung der darin festgeschriebenen Eckpunkte zwingend erforderlich, konkret nennt der Verband die (ohnehin zeitlich konkret festgelegte) Novellierung des Filmförderungsgesetzes, mit der die Rahmenbedingungen "neu geordnet, vereinfacht und transparenter gestaltet" werden sollten; die bereits angesprochene Prüfung der Einführung einer Investitionsverpflichtung sowie die von steuerlichen Anreizmodellen und die Schaffung von Rechtssicherheit in Bezug auf die steuerliche Behandlung von Koproduktionen.

"Nicht zuletzt unterstützen wir das formulierte Ziel der neuen Koalition für eine diskriminierungsfreie Kultur- und Medienpolitik und das Eintreten für Barrierefreiheit, Diversität, Geschlechtergerechtigkeit und Nachhaltigkeit. Der Produzentenverband ist bereit für einen intensiven Dialog, um gemeinsam mit der Politik überholte Strukturen zu erneuern und Fortschritt zu wagen", erklärt der Vorstandsvorsitzende Ingo Fliess.

Auf die Zusammenarbeit mit der designierten Kulturstaatsministerin Claudia Roth, die in der zukünftigen Regierung als "leidenschaftliche Politikerin" die Interessen der Kultur- und Kreativwirtschaft vertreten solle, freue man sich im Verband ausdrücklich.