Kino

Disney: Mehreinnahmen mit Premium Video on Demand

Aus dem Jahresbericht der Walt Disney Company geht hervor, dass die Premium Video on Demand-Vermarktung zu höheren Umsätzen als im Vorjahr geführt hat. Der exakte Erlös wird allerdings nicht beziffert.

26.11.2021 11:11 • von Jörg Rumbucher
Scarlett Johansson in "Black Widow" (Bild: Disney)

Im Disney-Jahresbericht, der diese Woche bei der US-Börsenaufsicht eingereicht wurde, finden sich auch Aussagen zur Premium Video on Demand-Distribution (in der Disney-Geschäftssprache: Premier Access). Die Erlöse dieser Vermarktungsform sind der Sparte Direct-to-Consumer zugewiesen und in Umsatzangaben für den Bereich "TV/SVoD distribution and other" inkludiert. Dieser umfasst nicht Einnahmen aus Streaming-Abonnements. Insgesamt werden für "TV/SVoD distribution and other" 933 Mio. Dollar im Disney-Geschäftsjahr angegeben. Dies entspricht einer Steigerung um 70 Prozent gegen dem Vorjahreszeitraum (550 Mio. Dollar).

Der Anstieg sei auf höhere Premier Access-Umsätze und einem Anstieg der Pay-per-view-Gebühren für die Ultimate Fighting Championship zurückzuführen. Wörtlich heißt es im Jahresbericht: "Die höheren Umsätze von Disney+ Premier Access sind auf vier Veröffentlichungen im laufenden Jahr zurückzuführen, verglichen mit einer Veröffentlichung im Vorjahr." Bei den vier Veröffentlichungen handelt es sich um "Black Widow", "Raya und der letzte Drache", "Jungle Cruise" und "Cruella". Der Titel aus dem Vorjahr ist "Mulan".

Bis heute herrscht unter Branchenexperten keine Einigkeit darüber, ob die PVoD-Auswertung aufgrund höherer Gewinnspannen sinnvoll sei, oder ob sie das Potenzial der Kinoauswertung untergräbt. Letzterer Auffassung hatte sich zeitweise Scarlett Johansson angeschlossen und eine Klage gegen Marvel/Disney eingereicht, weil PVoD ihre vertraglich festgelegte Vergütung beeinträchtige. Der Streit wurde anschließend außergerichtlich beigelegt.