Kino

Koalitionsvertrag erfüllt ein Hauptanliegen der "Koalition Kultur- und Kreativwirtschaft in Deutschland"

Mit der Verankerung einer zentralen Ansprechfunktion für die Kultur- und Kreativbranche in der neuen Bundesregierung erfüllt der am Mittwoch vorgestellte Koalitionsvertrag ein Hauptanliegen der aus 16 Interessensvertretungen bestehenden "Koalition Kultur- und Kreativwirtschaft in Deutschland k3d".

26.11.2021 08:35 • von Jochen Müller
Das Bündnis k3d hat eine Stellungnahme zum Koalitionsvertrag veröffentlicht (Bild: k3d)

Anfang November war die aus 16 Interessensvertretungen u.a. aus den Bereichen Film, TV, Games und Medien bestehende neue "Koalition Kultur- und Kreativwirtschaft in Deutschland k3d" angesichts der Verhandlungen einer möglichen Ampel-Koalition erstmals an die Öffentlichkeit getreten.

In einem Statement zum am Mittwoch veröffentlichten Koalitionsvertrag begrüßte das Bündnis jetzt ausdrücklich die darin vorgesehene Verankerung einer Ansprechpartner*in für die Branche bei der Bundesregierung.

Florian Drücke, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands Musikindustrie, betont: "Die neu geschaffene Funktion bietet uns die Option, zukünftig in Berlin für den drittgrößten Wirtschaftszweig in Deutschland mit zudem höchster gesellschaftlicher Relevanz eine Ansprechpartner:in zu haben, die die Leistungen und Potenziale unserer Branche versteht und ihre Sichtbarkeit gemeinsam mit uns befördert. Wir hoffen, dass damit, sowie mit weiteren im Koalitionsvertrag vorgesehenen Maßnahmen, ein wirtschaftliches Klima geschaffen werden kann, das unsere Branche besser als bisher unterstützt und dazu beiträgt, dass sie ganz selbstverständlich auch unter der Überschrift 'Wirtschaft' vorkommt. Festzustellen bleibt aber auch, dass sich die extreme Betroffenheit von Teilbranchen durch die Corona-Pandemie leider nicht in dem Koalitionsvertrag wiederfindet. Wir freuen uns schon jetzt auf den Dialog mit der neuen Funktionsträger:in."

VAUNET-Geschäftsführerin Daniela Beaujean begrüßt die Installation einer Ansprechpartner*in für die Branche bei der Bundesregierung ebenfalls und nennt weitere wichtige Themen für das Bündnis k3d: "Der Koalitionsvertrag hat die strukturelle Voraussetzung dafür geschaffen, bei der neuen Bundesregierung unsere Anliegen zu adressieren. Hierfür bedarf es einer klar definierten Schnittstelle, mit der wir in den fachlichen Austausch treten können, um die Voraussetzungen dafür zu schaffen, den Refinanzierungs- und Rechtsrahmen für unsere Branche, ihre Produkte,Dienstleistungen und Inhalte zu stärken. So sind z. B. ein effizienter Schutz des geistigen Eigentums und ein fairer Wettbewerb zu den internationalen Gatekeeper-Plattformen die Voraussetzung für Investitionssicherheit und eine wettbewerbsfähige deutsche Kultur- und Kreativwirtschaft."