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Nordkorea geht massiv gegen "Squid Game"-Einfuhr vor

Laut eines Berichts von Radio Free Asia wurde in Nordkorea ein Mann zum Tode verurteilt, nachdem Schüler beim Anschauen der südkoreanischen Erfolgsserie "Squid Game" "erwischt" wurden.

25.11.2021 13:41 • von Jörg Rumbucher
- (Bild: Netflix)

Dass Verbreitung und Konsum südkoreanischer Pop-Kulturprodukte in Nordkorea unerwünscht ist und deren Konsum unter Strafe steht, ist nicht neu. Jetzt berichtet der Nachrichtensender Radio Free Asia, dass ein Mann, der die südkoreanische Erfolgsserie "Squid Game" ins Land geschmuggelt haben soll, zum Tode verurteilt wurde. Die Einführung erfolgte über China mit einem USB-Stick. Zuvor hatten die Behörden Radio Free Asia zufolge Schüler beim Ansehen der Serie "erwischt". Während dem Schmuggler jetzt die Todesstrafe durch ein Erschießungskommando droht, sollen Schüler und Studenten mit mehrjähriger Zwangsarbeit, bzw. lebenslanger Haft belegt worden sein. Auch Lehrer seien betroffen.

Ende 2020 war in Nordkorea ein Gesetz in Kraft getreten, das aus Sicht der nordkoreanischen Regierung reaktionäres Kulturgut eindämmen soll. Verhindert werden soll Import und Verbreitung von Kulturgütern wie Bücher, Musik und natürlich auch Filme und Serien. Das Gesetz zielt vor allem auf Kulturprodukte aus Südkorea.

Zuletzt war nordkoreanischen Behörden besonders die enorm populäre Serie "Squid Game" ein Dorn im Auge. Allerdings hatten Propaganda-Stellen im Oktober die Serie auch dafür genutzt, Südkorea als ein Land darzustellen, in dem Korruption und unmoralische Schurken an der Tagesordnung seien.