Produktion

"Besondere Sensibilität für die Belange der Film- und Fernsehwirtschaft"

In einer ersten Reaktion gibt die Produzentenallianz den filmpolitischen Passagen des heute vorgestellten Koalitionsvertrages von SPD, Grünen und FDP gute Noten - gingen diese doch auf drei Kernforderungen des Verbandes ein.

24.11.2021 17:05 • von Marc Mensch
Alexander Thies (Bild: Allianz Deutscher Produzenten - Film & Fernsehen)

Die Allianz Deutscher Produzenten - Film & Fernsehen hat sich in einer ersten Reaktion erfreut über die filmpolitischen Passagen im heute veröffentlichten Koalitionsvertrag (den Sie an dieser Stelle finden) gezeigt. SPD, Grüne und FDP hätten darin drei wesentliche Kernforderungen, für die der Verband in den vergangenen Monaten wiederholt eingetreten sei, berücksichtigt.

Konkret geht es dabei um die Schaffung rechtssicherer, gesetzlicher Rahmenbedingungen für die steuerliche Behandlung von Koproduktionen (etwas, das nicht zuletzt die BKM schon in der alten Koalition vom SPD-geführten Bundesfinanzministerium unter Kanzlerkandidat Olaf Scholz einforderte, Anm.d.Red.) sowie die Prüfung der Einführung von steuerlichen Anreizmodellen und einer Investitionsverpflichtung für in- und ausländische On-Demand-Dienste zur Herstellung europäischer audiovisueller Werke durch unabhängige europäische Produktionsfirmen bei fairer Rechteteilung und Erlösbeteiligung.

"Im nun vorliegenden Koalitionsvertrag zeigen SPD, Grüne und FDP eine besondere Sensibilität für die Belange der Film- und Fernsehwirtschaft in Deutschland. Es ist aus Sicht der Produktions­wirtschaft hocherfreulich, dass drei zentrale Herausforderungen für die kommende Legislatur­periode Bestandteil des Vertrags sind. Nun gilt es, diese Punkte in den kommenden Monaten und Jahren auszugestalten und mit Leben zu füllen. Dafür wird sich die Produzentenallianz weiter stark machen", erklärt deren Vorsitzender Alexander Thies.