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BVK und RTL Deutschland einigen sich auf bessere Vergütungsregeln

Der neue Vertragsabschluss mit dem Berufsverband Kinematografie sichert Kameraleuten vor allem beim Thema Streaming schnellere zusätzliche Zahlungen im Erfolgsfall zu.

22.11.2021 11:19 • von Michael Müller
Geschäftsführer RTL Television und Co-Geschäftsleiter RTL+: Henning Tewes (Bild: RTL Deutschland / Marina Rosa Weigl)

Der Berufsverband Kinematografie (BVK) und RTL Deutschland melden einen Vertragsabschluss zu verbesserten Zusatzvergütungen für bildgestaltende Kameraleute erfolgreicher fiktionaler Programme von RTL und Vox. Die Details zu den Gemeinsamen Vergütungsregeln (GVR) "Primetime Fiction 2022" gibt es auf dieser Übersichtsseite.

Der neue Abschluss berücksichtige ein verändertes Zuschauerverhalten und moderne Erfassungsmethoden auch beim Streaming. Die Beteiligungsreichweiten, bei deren Überschreitung zusätzliche Zahlungen durch die Sender an die Kameraleute geleistet werden, seien dabei deutlich abgesenkt worden, heißt es am Montag in einer Mitteilung.

Der Geschäftsführer RTL Television und Co-Geschäftsleiter RTL+, Henning Tewes, kommentiert: "Unser Programmengagement entsteht mit unseren Partnern in der Produktionswirtschaft. Dies kontinuierlich auszubauen, bedeutet für uns auch, den Kreativen wertschätzend zu begegnen. Wir verstehen das als klares Signal an den Standort und den Stellenwert der Filmschaffenden in Deutschland."

"Das Zustandekommen der neuen Vereinbarung ist ein weiterer vertrauensvoller Schritt in die Zukunft, denn Programmerfolge brauchen eindrucksvolle Bilder.", ergänzt Sascha Schwingel, Geschäftsführer Vox Television.

"Intensive Verhandlungen bei beiderseitig gutem Willen haben die neue GVR mit RTL möglich gemacht. Wir sind dankbar, dass das Gesprächsklima von gegenseitiger Wertschätzung und Ernsthaftigkeit geprägt war. Das ist leider keine Selbstverständlichkeit im komplexen Prozess von GVR-Verhandlungen. Mit den privaten Sendern sind Abschlüsse möglich, während anderorts gemauert wird. Das bedauern wir. Umso größer ist unsere Freude, dass nun ein neuer Abschluss mit RTL möglich war, der die Rahmenbedingungen und Eckwerte im Sinne der Filmurheber verbessert", stellt der Geschäftsführer des BVK, Michael Neubauer, fest.

Mit dem Neuabschluss ist auch bei fiktionalen Produktionen ab dem 1. Januar 2022 im Erfolgsfall eine finanzielle Beteiligung der Bildgestalter sichergestellt.