Kino

Kinocharts Deutschland: Hauchdünn, aber Bond

Ein furioser Kampf um die Spitze der deutschen Kinocharts lenkt ab von den insgesamt eher schwachen Zahlen am vergangenen Wochenende. Nach den für das Ranking relevanten Umsatzzahlen konnte sich "Keine Zeit zu sterben" am achten Wochenende gegen "Ghostbusters: Legacy" durchsetzen. Nach Besucherzahlen liegen die beiden Filme indes gleichauf.

22.11.2021 06:55 • von Thomas Schultze
Bond is back on top - an Wochenende acht! (Bild: Universal / 2021 DANJAQ, LLC AND MGM )

DER SPITZENREITER

Ein furioser Kampf um die Spitze der deutschen Kinocharts lenkt ab von den insgesamt eher schwachen Zahlen am vergangenen Wochenende. Nach den für das Ranking relevanten Umsatzzahlen konnte sich Keine Zeit zu sterben" am achten Wochenende gegen Ghostbusters: Legacy" durchsetzen: Bond kam auf 1,2 Mio. Euro Einspiel, der Film von Jason Reitman auf 1,0 Mio. Euro Boxoffice in 585 Kinos. Nach Besucherzahlen liegen die Filme indes gleichauf: Beide können 110.000 Kinogänger für sich reklamieren. Gesamt kann "Keine Zeit zu sterben" damit 5,75 Mio. Besucher für sich reklamieren.

DIE WEITEREN FILME DER TOP FÜNF

Für "Ghostbusters: Legacy" liegen die Zahlen hinter denen des weiblichen Reboots von Paul Feig von 2016, u. a. Kristen Wiig und Melissa McCarthy, der mit 125.000 Zuschauern angelaufen war - anders als in den USA, wo das neue Reboot die Erwartungen bei weitem übertreffen konnte, stößt der Film in Deutschland also nicht auf die erhoffte Gegenliebe. Die Zahlen sind indes sicher auch auf die aktuellen Corona-Entwicklungen zurückzuführen: Gerade Filme, die ein jüngeres Publikum ansprechen, haben unter 2G zu leiden. Platz drei ging einstweilen an Eternals", der am dritten Wochenende bei etwas mehr als 85.000 Besuchern ein Einspiel von knapp 900.000 Euro vorlegen konnte und gesamt nunmehr bei 650.000 Zuschauern hält. Dahinter hält sich Contra" gut am vierten Wochenende mit 60.000 verkauften Tickets, mit denen ein Einspiel von 550.000 Euro generiert wurde. Gesamt hat die Komödie von Sönke Wortmann als fünfter deutscher Film in diesem Jahr die 500.000-Besucher-Hürde genommen. Die Top fünf beschließt Venom: Let There Be Carnage" mit knapp 55.000 Kinogängern und 500.000 Euro Einspiel am fünften Wochenende.

DIE WEITEREN NEUSTARTS DER TOP 20

Auf Platz sieben findet sich der nächste Neustart: Die Addams Family 2" musste mit 36.000 verkauften Tickets bei 265.000 Euro Boxoffice in 446 Kinos Vorlieb nehmen, was unterstreicht, dass gerade Familientitel unter der neuen Coronawelle zu leiden haben: "Die Addams Family" war vor zwei Jahren noch mit 90.000 Besuchern gestartet. Auf Platz acht geht direkt dahinter Ein Junge namens Weihnacht" in 360 Kinos mit 35.000 Kinogängern und 255.000 Euro Umsatz ins Rennen. Eiffel in Love" belegt zum Auftakt mit 7250 Besuchern und knapp 65.000 Euro Einspiel in 222 Kinos den 17. Platz.

DIE WEITEREN DEUTSCHEN PRODUKTIONEN DER TOP 20

Einen starken sechsten Platz holte sich der nach Besuchern erfolgreichste deutsche Film des Jahres: Die Schule der magischen Tiere" holte sich am sechsten Wochenende 440.000 Euro Umsatz bei knapp 65.000 verkauften Tickets - nach Besucherzahlen war der Film von Gregor Schnitzler der viertstärkste Film des Wochenendes. Auf Platz zehn findet sich an Wochenende drei Happy Family 2" mit knapp 25.000 Zuschauern und 160.000 Euro Kasse. Schon am zweiten Wochenende verabschiedete sich Die Rettung der uns bekannten Welt" aus den ersten Zehn: Mit 15.000 Besuchern und 140.000 Euro Umsatz ging er bergab mit dem Film von Til Schweiger auf Platz 13. Lieber Thomas" sicherte sich Platz 15 am zweiten Wochenende mit 10.000 Kinogängern und 90.000 Euro Einspiel.

Gesamt waren für die Filme der Top 20 nur 710.000 Besucher drin. Das Einspiel beträgt 6,4 Mio. Euro.