Festival

SoundTrack_Cologne feiert seine Sieger

Vom 17. bis 20. November stieg in Köln die 18. Ausgabe von SoundTrack_Cologne. Zum Abschluss des Branchentreffs der Filmmusikszene stand die Verleihung zahlreicher Awards auf der Agenda, unter anderem nahm Rachel Portman den Ehrenpreis entgegen. Fürs kommende Jahr peilen die Veranstalter nun wieder einen Termin im Juni an.

22.11.2021 10:08 • von
Beim Abschluss der 18. Ausgabe von SoundTrack_Cologne: die Sieger, Kandidaten und Jury-Mitglieder um Ehrenpreisträgerin Rachel Portman (9. von links) (Bild: Almut Elhardt)

Vom 17. bis 20. November 2021 stieg in Köln die 18. Ausgabe von SoundTrack_Cologne. Angesichts der unsicheren Corona-Lage hatten die Veranstalter um Televisor-Geschäftsführer Michael Aust die zunächst für Juni geplante Veranstaltung in den Herbst verschoben.

Zum Abschluss des Branchentreffs der Filmmusikszene stand die Verleihung zahlreicher Awards auf der Agenda, unter anderem nahm Rachel Portman den Ehrenpreis entgegen. Die britische Komponistin, die als erste Frau den Oscar in der Filmmusiksparte gewinnen konnte, erhielt ebenfalls als erste Frau hier den Lifetime Achievement Award: "Ich möchte mich bei Michael Aust und dem Team von SoundTrack_Cologne bedanken", sagte Rachel Portman bei der Preisgala in den Räumlichkeiten der IHK Köln. "Es ist ein wirklich einzigartiges und sehr wichtiges Festival."

Außerdem ehrten die Veranstalter die Sieger in der European Talent Competition, beim Peer Raben Music Award und beim See The Sound Festival.

So ging bei der European Talent Competition der WDR Filmscore Award an Ludwig Peter Müller, der Preis für das Beste Sounddesign ging an Maximilian Sattler. Beim European Talent Award geht es darum, einen Kurzfilm neu zu vertonen. In diesem Jahr kamen 15 Einreichungen von insgesamt 24 Komponist*innen und Sounddesigner*innen. Den Siegern winken als Preise eine eintägige Aufnahme-Session mit dem WDR Funkhausorchester beziehungsweise eine 5.1 Surround-Kurzfilm-Mischung im Tonstudio Chaussee SoundVision.

Paulo Gallo erhielt derweil für seine Musik zum Film "Toke" unter der Regie von Nono Ayuso den Peer Raben Music Award 2021. Die Jury um den Komponisten René Dohmen, Music Supervisor und Produzentin Milena Fessmann und den Regisseur, Drehbuchautor und Produzenten Kadir Sözen zeigte sich überzeugt von einer "starken, kraftvollen und kreativen Musiksprache für ein starkes und fokussiertes Porträt einer talentierten und faszinierenden Persönlichkeit". Der Peer Raben Music Award ist mit 1500 Euro dotiert.

Beim Festival See The Sound schließlich ging die Auszeichnung für die Beste Musikdokumentation an "Shut up Sona". Die Regisseurin Deepti Gupta habe die indische Sängerin und Akivistin Sona Mohapatra für ihr "eindrückliches Portrait" über drei Jahre hinweg begleitet, heißt es in der Begründung der Jury: "Der abendfüllende Dokumentarfilm bringt uns eine Frau näher, die mit ihrer Musik, ihren Texten, ihrer ganzen Haltung vehement und mutig - ständigen Drohungen zum Trotz - für das Recht der Frauen in Indien eintritt."

Fürs kommende Jahr peilen die Veranstalter um Televisor-Geschäftsführer Michael Aust nun wieder einen Termin im Juni an: 2022 soll die dann 19. Ausgabe von SoundTrack_Cologne vom 8. bis zum 11. Juni stattfinden. Auch in diesem Jahr sollte die Veranstaltung mit Kongress, Filmfestival und Preisverleihungen zunächst im Juni steigen. Angesichts einer "ernüchternden" Impfsituation hatten die Veranstalter allerdings bereits im April auf den späteren Termin gesetzt. Nun bauten sie bei der diesjährigen SoundTrack_Cologne auf die 2G-Regel. Zusätzlich mussten die Teilnehmer*innen beim Abholen des Badges einen Nachweis über einen negativen Corona-Test vorgelegen.

2020 hatten die Organisatoren ihre Veranstaltung angesichts der Corona-Maßnahmen noch dreimal neu planen müssen.

Text: Knut Schlinger