Kino

Filmwoche München wird verschoben

Angesichts der Entwicklung der Pandemiesituation und der zu erwartenden Restriktionen haben die Organisatoren der Münchner Filmwoche schweren Herzens entschieden, den traditionellen Jahresauftakt für die Kinobranche zu verschieben.

19.11.2021 14:19 • von Marc Mensch
Die Filmwoche München 2022 sollte vom 18. bis 21. Januar stattfinden - nun hofft man auf März (Bild: Kinopolis)

Es war angesichts der Pandemiesituation und des jüngst beschlossenen Maßnahmenkatalogs leider abzusehen: Ein Großevent wie die Filmwoche München lässt sich für Januar 2022 nicht mehr zuverlässig planen. Wie das Organisationsteam mitteilt, hat man sich nach intensiven Beratungen mit sämtlichen Beteiligten dazu entschlossen, den traditionellen Jahresauftakt für die Kinobranche zu verschieben.

Wörtlich heißt es seitens der Organisatoren:

"Aufgrund der aktuell sehr instabilen Lage und dem sprunghaften Anstieg der Infektionszahlen in den vergangenen Wochen ist die Umsetzung der Filmwoche im kommenden Januar als Präsenzveranstaltung nicht möglich. Die Gesundheit aller Beteiligten steht an erster Stelle. Aufgrund dessen haben wir uns nach reichlichen Überlegungen und dennoch schweren Herzens dazu entschlossen, den Termin im Januar zu verschieben und einen Ausweichtermin für die Filmwoche 2022 zu finden."

In Gesprächen mit Verleihern und weiteren Partnern werde aktuell gemeinsam nach einem alternativen Zeitraum gesucht, so prüfe man derzeit mögliche Ausweichtermine im März. Sobald ein konkretes neues Datum in Aussicht stehe, werde man dies umgehend bekanntgeben.

Geplant war die Filmwoche ursprünglich als reines Präsenzevent im Mathäser Filmpalast vom 18. bis 21. Januar, die Akkreditierungen sollten Ende November starten. Bereits Anfang Oktober war der Deutsche Filmball, der sich traditionell als Gala-Event an die Filmwoche anschließt, für 2022 abgesagt worden, erst Mitte dieser Woche teilte dann das Digitalministerium mit, dass die wiederum traditionell am Vorabend des Filmballs stattfindende Verleihung des Bayerischen Filmpreises in den Mai verschoben wurde.

Unterdessen lassen sich - abseits von derzeit noch freiwilligen Verschärfungen der Einlassbedingungen bei einzelnen Pressevorführungen oder Events - auch weitere Reaktionen auf die derzeitige Situation erkennen: Erste Premieren wurden abgesagt, heute wurde erstmals ein Start eines (wenn auch kleinen) Films (Hopfen, Malz und Blei") explizit aufgrund der strengen Corona-Regeln in Bayern, die bereits jetzt ungeimpfte Jugendliche ausschließen, verschoben.

Und gerade hat Ministerpräsident Markus Söder die Pläne für einen Teil-Lockdown in Bayern verkündet, der zunächst bis 15. Dezember dauern soll.