Kino

Neue Spitze für Österreichs Filmakademie

Die Akademie des Österreichischen Films hat ein neues Präsidentenduo. Schauspielerin Verena Altenberger sowie Regisseur und Produzent Arash T. Riahi lösen die langjährigen Vorgänger Ursula Strauss und Stefan Ruzowitzky ab.

18.11.2021 09:10 • von Barbara Schuster
Verena Altenberger & Arash T. Riahi (Bild: IMAGO / SKATA, Diagonale/Sebastian Reiser)

Die Akademie des Österreichischen Films hat ein neues Präsidentenduo. Schauspielerin Verena Altenberger sowie Regisseur und Produzent Arash T Riahilösen die langjährigen Vorgänger Ursula Strauss und Stefan Ruzowitzky ab, die seit 2013 an der Akademiespitze standen. Beide bleiben der Akademie als Mitglieder weiterhin eng verbunden.

In ihrem Antrittsstatement legte Altenberger ihren Fokus auf das Thema Solidarität und sagte: "Gemeinsam erreichen wir mehr als alleine. Gerade in künstlerischen Berufen und Prozessen ist es so wichtig, Gemeinschaft, Netzwerk und Solidarität erfahren zu können. Der österreichische Film ist weltweit eine Marke, setzt Akzente und bringt immer wieder Besonderes hervor. Wir können so unglaublich stolz auf den österreichischen Film und unsere Filmschaffenden sein! Das sind nur einige Gründe, warum ich die Akademie des österreichischen Films so wichtig und wertvoll finde, warum ich stolz bin, ein Teil dieser Gemeinschaft zu sein. Und weshalb ich mich wirklich sehr freue, ab sofort als Präsidentin zusammen mit Arash T. Riahi meinen Beitrag zu dieser Gemeinschaft und diesem kreativen Universum leisten zu können."

Arash T. Riahi ist ebenfalls pro Gemeinsamkeit: "Es ist eine ehrenvolle Aufgabe, in die Fußstapfen von Stefan und Ursula zu treten. Verena und ich haben uns überlegt, was die Haltung der Akademie ist. Wir konnten diese wichtige Frage nicht zu hundert Prozent beantworten, weil eine Akademie aus sehr vielen Meinungen besteht. Aber wir können sagen, was unsere Haltung ist: Die Akademie ist keine Interessensvertretung und vergibt kein Geld - es geht um eine Sache, die darüber steht. Das sollte auch die Haltung sein: keine Grabenkämpfe, keine Egos. Künstlerisches Schaffen trifft auf demokratische Werte. Die Akademie sollte für alle da sein. Gemeinsam mit dem tollen Team der Akademie würden Verena und ich gerne Brücken bauen." Augenzwindernder Zusatz: "Außerdem wollte ich schon immer Präsident sein."

Neben der Neubesetzung des Präsidentenpostens wurden auch der Vorstand neu gewählt. Dieser besteht nun aus Mercedes Echerer (Schauspiel), Fritz Fleischhacker (Casting), Birgit Hutter (Kostümbild), Andreas Kiendl (Schauspiel), Michael Kreihsl (Regie), Thomas Kürzl (Kamera), Anton Noori (Schauspiel), Franz Novotny (Produktion), Lisa Oláh (Casting), Jakob Pochlatko (Produktion), Faris Rahoma (Schauspiel), Evi Romen (Regie), Hannes Salat (Szenenbild), Claudia Wohlgenannt (Produktion) und Judit Varga (Musik).

Der 12. Österreichische Filmpreis findet am 30. Juni 2022 im niederösterreichischen Grafenegg statt.