Festival

"Girls" gewinnt in Duisburg

Bei der 45. Duisburger Filmwoche wurde gestern Shelly Silbers "Girls/Museum" mit dem 3sat-Dokumentarfilmpreis ausgezeichnet. Drei der fünf Hauptpreise gingen an Regisseurinnen.

15.11.2021 08:05 • von Heike Angermaier
Die Preisträger*innen von Duisburg (v.l:) Annemarie Riemer (für Shelly Silver), Maria Petschnig, Christian Becker, Valérie Pelet, Martin Gressmann (Bild: Thomas Berns)

Bei der 45 wurde gestern Shelly Silbers "Girls/Museum" mit dem 3sat-Dokumentarfilmpreis ausgezeichnet. Darin setzen sich 15 Mädchen mit Kunstwerken auseinander. Auch der von Arte ausgelobte Preis ging an das Werk einer Regisseurin, an "Uncomfortably Comfortable" von Maria Petschnig, in dem sie einen Mann aus Brooklyn porträtiert, der in seinem Auto lebt. Mit dem Preis der Stadt Duisburg wurde Christian Beckers "Lydia" prämiert. Er porträtiert darin ein Ehepaar mit dem von ihnen selbst gefilmten, privaten Super-8-Material. Der Nachwuchspreis des Landes NRW Carte Blanche wurde an Valerie Pelets für "Augusts Orte" vergeben. Mit dem Publikumspreis der "Rheinischen Post" wurde "Nicht verRecken" von Martin Gressmann gewürdigt. Die Preise sind mit insgesamt 23.000 Euro dotiert.

Im Rahmen des Festivals wurden vom 10. bis 14. November 16 Dokumentarfilme aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gezeigt und diskutiert. Festival-Kurator Alexander Scholz resümiert: "Die Duisburger Filmwoche war in diesem Jahr wieder ein ideenreicher Ort des gemeinsamen Handelns. Diejenigen, die dort waren, haben mit Gewinn geschaut, zugehört und sich am Gespräch beteiligt. Ich bedanke mich besonders bei den Filmemacher*innen für die Begegnung mit ihren Arbeiten, die uns als Publikum berührt, beeindruckt oder irritiert, in jedem Fall verändert, zurückließen."

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