Kino

US-Videomarkt: Fast zehn Prozent plus in Q3

Die Digital Entertainment Group hat die Zahlen für das dritte Quartal vorgelegt: Demnach bleibt Abonnement-Streaming auf einem strammen Wachstumskurs, während alle anderen Distributionsformen Umsatz verloren.

09.11.2021 15:05 • von Jörg Rumbucher
Topseller im transaktionalen Geschäft war "FF9" (Bild: Universal)

Erstmals in einem Einzelquartal wurde mit dem Segment Subscription Video on Demand (SVoD) mehr als 80 Prozent des Gesamtumsatzes erzielt. Laut aktueller Daten des US-Branchenverbandes Digital Entertainment Group gaben im dritten Quartal 2021 US-Konsument*innen für Streaming-Abos insgesamt 6,38 Mrd. Dollar aus. Dies entspricht einem Plus von knapp 17 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Der gesamte VoD-Umsatz beläuft sich im Berichtszeitraum auf 7,33 Mrd. Dollar. Davon entfielen 558 Mio. Dollar (minus 13,5 Prozent) auf Kaufdownloads (EST) und 389 Mio. (minus 15,3 Prozent) Dollar auf digitales Ausleihen (TVoD). In Packaged Media, also physische Datenträger, investierten US-Verbraucher*innen 431 Mio. Dollar (minus 11 Prozent). Der gesamte digitale und physische Home Entertainment-Markt kam im dritten Quartal auf eine Umsatzhöhe von 7,96 Mrd. Dollar (plus 9,5 Prozent).

Was für das laufende Jahr bedeutet: In den ersten drei Quartalen 2021 belaufen sich die Gesamtausgaben auf 23,57 Mrd. Dollar (plus 6,3 Prozent).

Ob Minus- oder Pluszeichen: Die DEG betrachtet die Ergebnisse nach wie vor unter den Vorzeichen der Pandemie. So mache sich mit Blick auf das Gesamtjahr im transaktionalen Home Entertainment-Geschäft das Fehlen von ausreichenden Kinofilmen bemerkbar, die traditionell ein wichtiger Treiber im Videomarkt seien. Allerdings habe der Verkauf von Kino-Neuheiten auf DVD/Blu-ray in Q3 wieder angezogen: Dieser sei um 38 Prozent gestiegen. Im Segment EST seien es sogar 73 Prozent gewesen.

Zu den bestverkauften oder verliehenen Titeln zählten laut DEG "Fast & Furious 9", "Free Guy" und "Godzilla vs Kong".