TV

RTL Group wächst gut und setzt sich ehrgeizige Ziele

Umsatztreiber für die RTL Group bleiben die Bereiche Streaming, die weiter anziehende TV-Werbung und die Produktionsfirma Fremantle. Für seine Streamingdienste RTL+ und Videoland setzt sich das Unternehmen ehrgeizige neue Ziele.

04.11.2021 10:22 • von Michael Müller
RTL-Group-CEO Thomas Rabe (Bild: Bertelsmann)

Die RTL Group meldet für den Zeitraum Januar bis September 2021 in ihrem Quartalsbericht ein organisches Umsatzwachstum von 17,2 Prozent. Der Gesamtumsatz stieg um 10,3 Prozent auf 4,469 Milliarden Euro. Wachstumstreiber sind dabei der Streaming-Umsatz, der um 30,6 Prozent zulegte, der Fremantle-Umsatz mit 24,4 Prozent und der TV-Werbeumsatz mit 19,0 Prozent. Die Anzahl der zahlenden Abonnenten der Streamingdienste RTL+ und Videoland steht jetzt bei 3,4 Millionen.

Der CEO der RTL Group, Thomas Rabe, kommentiert: "Im dritten Quartal 2021 hat die RTL Group ihre starke Performance fortgesetzt. Der Umsatz wuchs in den ersten neun Monaten des Jahres organisch um 17,2 Prozent, dank der anhaltenden Erholung der TV-Werbemärkte und dank unserer Wachstumsgeschäfte Inhalte und Streaming."

Rabe führte den Plan für die erste Jahreshälfte 2022 aus, den heute von TVNow in RTL+ umbenannten Streamingdienst der RTL Group zu einer cross-medialen Entertainment-Plattform auszubauen, die Video, Musik, Podcasts, Hörbücher und E-Magazine umfasst.

"Mit dem rasanten Wachstum unserer Streamingdienste und der geplanten cross-medialen Expansion von RTL+ haben wir unsere Streaming-Ziele deutlich angehoben. Im Vergleich zu 2021 werden wir die jährlichen Programminvestitionen bis 2026 auf rund 600 Millionen Euro verdreifachen. Wir wollen die Anzahl der zahlenden Abonnenten von RTL+ und Videoland bis Ende 2026 auf 10 Millionen erhöhen, unseren Streaming-Umsatz auf eine Milliarde Euro steigern und bis 2026 die Rentabilität der beiden Dienste erreichen", erklärte Rabe.

Der Streaming-Umsatz von RTL+ und Videoland stieg in diesem Jahr um 30,6 Prozent auf 162 Millionen Euro. Im Vergleichszeitraum von Januar bis September 2020 lag der noch bei 124 Millionen Euro. Von den nun 3,402 Millionen zahlenden Abonnenten sind 2,389 Millionen RTL+-Abonnenten. Ende September 2020 waren das noch knapp unter einer Million.

In Folge des Umbaus von RTL+ vom Streamingdienst zur cross-medialen Entertainment-Plattform plant die RTL Group, jährliche Programminvestitionen in RTL+ und Videoland von rund 600 Millionen Euro ab 2026. Ziel sei es, bis 2026 die Rentabilität zu erreichen. Als Höhepunkt der Investitionen hinsichtlich der Streaming-Anlaufverluste wird mit rund 250 Millionen Euro im Jahr 2022 gerechnet.

Als Ausblick für das restliche Jahr nannte die RTL Group einen Umsatzanstieg auf rund 6,5 Milliarden Euro. Darin enthalten sind unter anderem die Effekte aus der Dekonsolidierung von SpotX (ab 30. April 2021) und Ludia (ab 8. September 2021) sowie der Vollkonsolidierung von Eureka (ab 17. Mai 2021), Super RTL (ab 1. Juli 2021) und This is Nice Group (ab 30. September 2021). Das internationale Medienunternehmen erwartet einen Anstieg des Adjusted EBITA auf rund 1,050 Milliarden Euro. Die RTL Group plant unverändert eine Dividendenausschüttung in Höhe von mindestens 80 Prozent des bereinigten Nettoergebnisses für das Gesamtjahr.