Festival

Leipziger Tauben vergeben

Gestern ging die 64. Ausgabe von DOK Leipzig zu Ende. Am Samstag hatte die feierliche Preisverleihung stattgefunden.

01.11.2021 10:38 • von Jochen Müller
Die Gewinner*innen von DOK Leipzig (Bild: DOK Leipzig)

Father", das Langfilmdebüt des chinesischen Dokumentarfilmers Wei Deng, ist am Samstagabend im Rahmen der Preisverleihung des 64. DOK Leipzig mit der Goldenen Taube im Internationalen Wettbewerb langer Dokumentar- und Animationsfilm ausgezeichnet worden. Die Jury bezeichnete das Porträt von Dengs Vater und Großvater als "ehrlich, ergreifend und eindringlich".

Die Silberne Taube für den besten langen Dokumentar- oder Animationsfilm einer Nachwuchsregisseurin oder eines Nachwuchsregisseurs im Internationalen Wettbewerb ging an Karol Palkas ersten Langfilm "Bucolic" über eine Mutter und ihre Tochter und ihr abgeschiedenes Leben auf dem Land.

Im Deutschen Wettbewerb langer Dokumentar- und Animationsfilm ging die Goldene Taube an "A Sound of My Own" von Rebecca Zehr über die Bandlederin des Krautrock-Kollektivs Embryo, Marja Burchard.

Das Leipziger Festivalpublikum vergab seine Goldene Taube an "Dida" von Nikola Ili? und Corina Schwingruber Ili? über die in Serbien lebende Mutter des Regisseurs, die aufgrund einer Lernschwäche auf ihre Mutter angewiesen ist und sich gleichzeitig nach Unabhängigkeit sehnt.

Zu den bei DOK Leipzig ausgezeichneten Kurzfilmen gehören "Abyssal" von Alejandro Alonso als bester Dokumentarfilm und "Impossible Figures and Other Stories I" von Marta Pajek als bester Animationsfilm jeweils im Internationalen Wettbewerb. Im Deutschen Kurzfilmwettbewerb wurde Tang Han für "Pink Mao" ausgezeichnet, das Festivalpublikum wählte Diana Cam Van Nguyens "Love, Dad" zum besten Kurzfilm.

Noch bis 14. November sind 71 Filme aus dem diesjährigen Festivalprogramm als Stream über die jeweiligen Filmseiten unter www.dok-leipzig.de verfügbar. "DOK Stream ist unser digitales Angebot für diejenigen, die nicht nach Leipzig reisen konnten, sowie für Besucher*innen, die das Festivalerlebnis noch vertiefen möchten. Festivals leben vom gemeinsamen Kinoerlebnis und dem Austausch zwischen Filmschaffenden und Publikum. Allerdings bietet die digitale Infrastruktur, die wir unter den Bedingungen der Pandemie aufgebaut und in diesem Jahr noch verbessert haben, auch für die Zukunft eine gute Gelegenheit, die Filme von DOK Leipzig einem größeren Publikum zeigen zu können", erklärt Festivaldirektor Christoph Terhechte.

Alle Preisträger im Überblick