Produktion

UFA verfilmt neues Florian-Illies-Buch als Serie

Die UFA Fiction nimmt sich in Form einer High-End-Serie Florian Illies' neuem Buch "Liebe in Zeiten des Hasses" an, in dem er die Schicksale von berühmten Liebespaaren vor dem Hintergrund der Machtergreifung der Nazis erzählt.

27.10.2021 10:49 • von Michael Müller
So sieht das Cover des Buches "Liebe in Zeiten des Hasses" aus, das heute im S. Fischer Verlag erscheint (Bild: S. Fischer Verlag)

Nico Hofmann und Benjamin Benedict haben sich für UFA Fiction die Verfilmungsrechte an Florian Illies' neuem Buch "Liebe in Zeiten des Hasses" gesichert. In der High-End-Serie geht es um berühmte Liebespaare wie Jean-Paul Sartre und Simone de Beauvoir oder Bertolt Brecht und Helene Weigel rund um das Jahr 1933, als die Nationalsozialisten in der Weimarer Republik die Macht ergriffen. Benedict ist Produzent, Ausführende Produzentin ist Sinah Swyter.

"Liebe in Zeiten des Hasses" erscheint heute im S. Fischer Verlag. Der Autor Illies landete mit seinem vorherigen Buch "1913. Der Sommer des Jahrhunderts" einen internationalen Bestseller. Das neue Buch erweckt in Collagen-Manier die 1930er-Jahre zum Leben und entwirft ein Epochengemälde der politischen und kulturellen Spannungen jener Zeit.

UFA-CEO Nico Hofmann kommentiert: "Florian Illies' große Könnerschaft liegt in der Symbiose von Dramatik, Emotion und Recherche - sein neues Buch entwirft ein moralisches Sittengemälde, dass relevanter gar nicht sein kann: 'Liebe in Zeiten des Hasses' ist für mich persönlich der Gegenentwurf zu unserer aufgeregten Zeit der Egoismen - nichts ist für einen Produzenten spannender, als diese hoffnungsvolle Utopie umsetzen zu dürfen."

Der Geschäftsführer und Produzent UFA Fiction, Benjamin Benedict, sagt: "'Liebe in Zeiten des Hasses' ist ein großer Wurf und eine wunderbare Lektüre. Es geht um den großen biographischen Bruch des letzten Jahrhunderts mit dem Kollaps der Utopie des weltoffenen Berlins der 1920er Jahre und den Weg in Exil, Anpassung oder Untergang. Aus diesen dunklen Zeiten zu erzählen von der Liebe und ihren unendlichen Spielarten, das berührt in einer ganz besonderen Weise. In Florian Illies' Buch geht es dabei am Ende um die Frage, was Liebe eigentlich ist, sein kann oder sein könnte und was die (Beziehungs-)modelle sind, mit denen die Liebe lebt oder untergeht. Die Freude, dies in einer seriellen Erzählung adaptieren zu können, ist riesengroß."

Schriftsteller Florian Illies ergänzt selbst: "Ich freue mich sehr, dass die UFA 'Liebe in Zeiten des Hasses' verfilmen will. Ihre Produktionen über historische Stoffe in den vergangenen Jahren haben mich sehr beeindruckt. Deshalb bin ich umso neugieriger auf die filmische Umsetzung meiner Chronik der Gefühle."

Zum Buch: Als Jean-Paul Sartre mit Simone de Beauvoir im Kranzler-Eck in Berlin Käsekuchen isst, Henry Miller und Anaïs Nin wilde Nächte in Paris und "Stille Tage in Clichy" erleben, F. Scott Fitzgerald und Ernest Hemingway sich in New York in leidenschaftliche Affären stürzen, fliehen Bertolt Brecht und Helene Weigel wie Katia und Thomas Mann ins Exil. Genau das ist die Zeit, in der die Nationalsozialisten die Macht in Deutschland ergreifen, Bücher verbrennen und die Gewalt gegen Juden beginnt. 1933 enden die "Goldenen Zwanziger" mit einer Vollbremsung. Florian Illies führt zurück in die Epoche einer singulären politischen Katastrophe, um von den größten Liebespaaren der Kulturgeschichte zu erzählen: In Berlin, Paris, im Tessin und an der Riviera stemmen sich die großen Helden der Zeit gegen den drohenden Untergang.