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Gil-Ribeiro-Romane als neue ARD-Krimireihe

In Portugal wird gerade die Verfilmung des Bestsellers "Lost in Fuesta" gedreht. Holger Karsten Schmidt hat seinen unter Pseudonym verfassten Roman selbst adaptiert. Weitere Filme um den autistischen Ermittler Leander Lost sind geplant.

26.10.2021 15:08 • von Frank Heine
Am Set in Portugal: Hinten: Produzentin Simone Höller, Holger Karsten Schmidt, Jan Krauter; vorne: Filipa Areosa, Florian Baxmeyer und Bianca Nawrath (Bild: ARD Degeto/Thierry Bertini)

Vor gut einem Jahr erwähnte Degeto-Redaktionsleiter Christoph Pellander im Interview mit Blickpunkt:Film erstmals die Pläne für eine Verfilmung des Kriminalromans "Lost in Fuseta". Ein nachvollziehbarer Plan, denn Gil Ribeiros Bücher über den in Portugal gelandeten, sehr ungewöhnlichen deutschen Ermittler Leander Lost verdienen das Prädikat Bestseller, und hinter dem Pseudonym "Gil Ribeiro" verbirgt sich niemand anders als der vielfach preisgekrönte Drehbuchautor Holger Karsten Schmidt.

Nun werden die Pläne in die Tat umgesetzt. An der Algarve in Fuseta und Umgebung wird voraussichtlich noch bis zum 22. November ein erster Zweiteiler um Leander Lost gedreht, der Romantitel dient zunächst als Arbeitstitel. Jan Krauter spielt den Ausnahme-Kommissar, der als Asperger-Autist über außergewöhnliche Fähigkeiten verfügt. Gleichzeitig versteht er keine Ironie und ist unfähig zu lügen. Durch ein europäisches Austauschprogramm wird er in das Fischerstädtchen Fuseta versetzt, wo er gleich mit dem Mord an einem Privatdetektiv und einem brisanten Korruptionsskandal konfrontiert wird. Eva Meckbach und Daniel Christensen spielen seine neuen Ermittlerkollegen Graciana Rosado und Carlos Esteves. Zum festen Ensemble gehören außerdem Filipa Areosa, Bianca Nawrath und Anton Weil. Regie führt Florian Baxmeyer.

Die Drehbücher schrieb Holger Karsten Schmidt selbst, der das Konzept für die neue ARD-/Degeto-Reihe bereits 2015 entwickelt hatte. Vier Romane um den Leander Lost sind bereits erschienen, der fünfte soll in Kürze folgen.

"Lost in Fuseta" (AT) entsteht als Produktion der FFP New Media, Produzenten sind Simone Höller und Michael Smeaton, sie werden von Producerin Anemone Krüzner unterstützt. De redaktionelle Verantwortung liegt bei Patrick Simon und Christoph Pellander.