Kino

Hessischer Filmpreis für "Le Prince"

Nach einem Jahr Pause wurden die Hessischen Film- und Kinopreise in diesem Jahr wieder im Rahmen einer Gala verliehen, die heute Abend im Capitol in Offenbach stattfand.

22.10.2021 22:00 • von Jochen Müller
"Le Prince" wurde beim Hessischen Film- und Kinopreis als bester Film ausgezeichnet (Bild: Port au Prince (24 Bilder))

Lisa Bierwirths Beziehungsdrama Le Prince" ist bei der Verleihung der Hessischen Film- und Kinopreise als bester Film ausgezeichnet worden. Die mit 20.000 Euro dotierte Auszeichung wurde heute Abend im Capitol in Offenbach verliehen, wo die Hessischen Film- und Kinopreise nach einem Jahr Pause wieder im Rahmen einer Gala vergeben werden konnten.

Der Preis für den besten Dokumentarfilm, ebenfalls dotiert mit 20.000 Euro, ging an Antonia Kilians "On the Other Side of the River", als bester Kurzfilm wurde Der Lokführer" von Zuniel Kim und Christian Wittmoser ausgezeichnet; hier lag das Preisgeld bei 4.000 Euro.

Den mit 7.500 Euro dotierten Newcomerpreis erhielt Regisseur Aliaksei Paluyan, der mit "Courage - Demokratiebewegungen in Belarus" auch für den Dokumentarfilmpreis nominiert war und hier zusätzlich ein Nominiertengeld von 4.000 Euro erhielt.

Nicht vergeben wurde in diesem Jahr der Hessische Drehbuchpreis; aus Sicht der Jury habe keines der vorgelegten Drehbücher nominiert werden können. Anstattdessen hat sich die Jury dazu entschieden, das Nominierungs- und Preisgeld in Höhe von insgesamt 10.000 Euro als Weiterentwicklungsprämie zu gleichen Teilen an die Autoren von drei Werken zu vergeben: Radioturm" von Julien Prevost und Frank Himmel, Mixtape" von Tom Winter und Tal der Könige" von Tim Ellrich.

Mit dem Hessischen Hochschulpreis (7.000 Euro) wurde Tobias Sauer von der Kunsthochschule Kassel für "Die Kafka-Konferenz" ausgezeichnet.

Bereits zuvor festgestanden hatte Volker Schlöndorff als Gewinner des "Ehrenpreis des Hessischen Ministerpräsidenten".

Ebenfalls vergeben wurde heute Abend der Hessische Fernsehpreis für darstellerische Leitungen. Ausgezeichnet wurden Britta Hammelstein für ihre Rolle in Heute stirbt hier Kainer" und Jens Harzer für seine Rolle in Ruhe! Hier stirbt Lothar".

Bei der Vergabe der Kinopreise wurden alle gewerblichen und kommunalen Kinos sowie Kinoinitiativen bedacht, die 2018, 2019 und 2020 ausgezeichnet worden waren, da die Kinos in diesem Jahr Pandemie-bedingt keinen normalen Spielbetrieb aufnehmen konnten.

Bei den nicht-gewerblichen Kinos wurden mit insgesamt 29.900 Euro prämiert: Kommunales Kino Eschborn; Murnau Filmtheater in Wiesbaden; Filmforum Höchst in Frankfurt; Filmkreis - Das Unikino in Darmstadt; Kino Pupille in Frankfurt; Kommunales Kino Weiterstadt; naxos.Kino in Frankfurt; Kino im G-Werk in Marburg; Kino des Deutschen Filmmuseums in Frankfurt; Caligari FilmBühne in Wiesbaden.

Bei den gewerblichen Kinos gingen insgesamt 120.400 Euro an Kult Kinobar in Bad Soden; Orfeo's Erben in Frankfurt; Mal seh'n in Frankfurt; Filmladen Kassel; BALi-Kinos Kassel; Harmonie Kinos in Frankfurt; Kino Traumstern in Lich; programmkino rex in Darmstadt; Kammer-Palette-Atelier in Marburg; Lichtspielhaus Lauterbach; Capitol Kino Witzenhausen; CINEMA in Frankfurt; Kinocenter Gießen.