Kino

ShowEast erneut abgesagt

Die CineEurope in Barcelona bleibt in diesem Jahr die einzige Kinomesse, die die Film Expo Group durchführen konnte. Nachdem die ursprünglich für Dezember geplante CineAsia bereits Anfang September abgesagt wurde, kam nun auch das Aus für die ShowEast, die Anfang November hätte stattfinden sollen. Grund sind ausbleibende Anmeldungen.

18.10.2021 07:30 • von Marc Mensch
Die ShowEast 2021 ist abgesagt (Bild: Film Expo Group)

Die diesjährige CineEurope mochte in mehrerlei Hinsicht nicht an die Veranstaltungen der Jahre vor Covid-19 anknüpfen können - schon aufgrund der Tatsache, dass zwei von fünf Major-Studios auf eine Präsentation verzichteten. Aber sie war doch eine willkommene Gelegenheit zum Austausch, die (trotz etwas übersichtlicherer Zahl an Ausstellern) letztlich von genug internationalen Fachbesuchern wahrgenommen wurde, um sie auch unter Pandemiebedingungen durchführbar zu machen. Mit der ShowEast in Miami, quasi dem Ostküsten-Gegenstück zum offiziellen NATO-Kongress CinemaCon (einstmals ShoWest) war der Film Expo Group dieser Erfolg leider nicht beschieden.

Weniger als einen Monat vor dem geplanten Termin vom 8. bis 11. November und zwei Tage nach der Veröffentlichung des Kongressprogramms hat die Film Expo Group die ShowEast abgesagt - es hatten sich schlicht zu wenige Fachbesucher angemeldet.

In einem gemeinsamen Statement erklärten Andrew und Bob Sunshine: "Covid-19, Reisebeschränkungen bei den Unternehmen sowie die Angst für Flügen und Großveranstaltungen haben die Zahl der Teilnehmer an der ShowEast in Miami Beach drastisch reduziert. Trotz eines soliden Programms an Seminaren und Screenings bleiben bisherige Unterstützer bis zum Ende des Jahres zuhause. Wir müssen das tun, was für unsere Industrie am besten ist - und in Ermangelung der gewohnten Anzahl an Fachbesuchern halten wir es für eine umsichtige Entscheidung, die ShowEast abzusagen. Wir entschuldigen uns für die späte Mitteilung und etwaige Unannehmlichkeiten."

Schon Anfang September hatte die Film Expo Group die für Dezember geplante CineAsia absagen müsse, in diesem Fall fiel die Entscheidung aufgrund der damals angespannten Pandemiesituation in mehreren asiatischen Märkten frühzeitig.

Dass auch die CinemaCon alles andere als ein Selbstläufer war, konnte man im Vorfeld unter anderem an einem Brief erkennen, mit dem die großen NATO-Mitglieder im Vorfeld eindringlich um Teilnahme geworben hatten. Die Show selbst blieb dann natürlich erwartungsgemäß deutlich hinter dem sonst üblichen Glamour zurück.

In den USA wechseln sich Licht und Schatten am Boxoffice weiterhin in schneller Folge ab. Nachdem Venom: Let there be Carnage" einen herausragenden Start feiern konnte, war der Film am zweiten Woche im Zuge des Starts von Keine Zeit zu sterben" massiv eingebrochen und gab auch in der dritten Woche wieder stark nach. "Keine Zeit zu sterben" wiederum eröffnete am unteren Ende der Expertenerwartungen, baute am zweiten Wochenende prozentual aber zumindest nur unwesentlich stärker ab, als es die Vorgänger Spectre" und Skyfall" getan hatten.

Als Triumph darf man erst einmal den Start von Halloween Kills" werten. Denn dieser lag mit 50,4 Mio. Dollar nahezu auf "Bond"-Niveau, obwohl der Film zeitgleich auf dem Universal-Streamingdienst Peacock veröffentlicht wurde - und obwohl die Besucherbefragungen eher maue Werte ergaben. Parallel zum Erfolg von "Halloween Kills" ging The Last Duel" mit weniger als fünf Mio. Dollar zum Start aber unter.