Festival

"Köy"-Premiere eröffnet Duisburger Filmwoche

In ihrem Dokumentarfilm "Köy" porträtiert Serpil Turhans Kurdinnen aus drei verschiedenen Generationen. Seine Premiere eröffnet am 10. November die 45. Duisburger Filmwoche.

29.09.2021 13:38 • von Jochen Müller
Zur Eröffnung der Duisburger Filmwoche wird Serpil Turhans "Köy" gezeigt (Bild: Salzgeber)

Die Premeire von Serpil Turhans "Köy" eröffnet am 10. November die 45. Duisburger Filmwoche, bei der bis 14. November Dokumentarfilme aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gezeigt werden. Wie das Festival heute mitteilt, erzählt Turhan darin die Geschichten von Kurdinnen aus drei Generationen. Die einen sind über Umwege nach Berlin gekommen, die anderen dort geboren. Sie sprechen in dem Film über ihre Kindheit, ihre Zukunft, die Notwendigkeit, sich für eine Gesellschaft zu engagieren, und darüber, was dem entgegen steht. Dabei flüchten sie sich immer wieder in das Dorf (türkisch: Köy), das für sie Heimat, Teilhabe und Identität bedeutet. In ihrer Sehnsucht nach diesem schwer erreichbaren Ort haben sich die Frauen Räume geschaffen, die sie zu ihren eigenen gemacht haben.

"Serpil Turhans Arbeiten beeindrucken uns seit Jahren mit ihrer emotionalen wie politischen Dringlichkeit, ihrer Zugewandtheit und ihrer Präzision. Seit sie 2010 mit ihrem Debüt 'Herr Berner und die Wolokolamsker Chaussee' den Förderpreis der Stadt Duisburg gewann, war sie mit all ihren Filmen in Duisburg zu Gast. Wir freuen uns auf die Uraufführung von 'Köy' und das Gespräch mit ihr", erklärt Kurator Alexander Scholz.

Das Programm der 45. Duisburger Filmwoche wird im Oktober bekannt gegeben.