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Ted Sarandos präsentiert erfolgreichste Netflix-Formate

In einem Anflug von Transparenz hat der Netflix Co-CEO Ted Sarandos nicht nur die Anzahl der Haushalte der erfolgreichsten Formate genannt, sondern auch die gesehene Stundenzahl. Er deutet einen spektakulären Rekord einer koreanischen Serie an.

28.09.2021 09:46 • von Michael Müller
Ted Sarandos ist Co-CEO von Netflix (Bild: Netflix)

Der Co-CEO von Netflix, Ted Sarandos, hat auf der Code Conference in Beverly Hills am Montag über die erfolgreichsten Formate auf dem Streamingdienst gesprochen. "Wir versuchen transparenter mit den Talenten und dem Markt zu sein", sagte er und betonte doch dahingehend "überwiegend eine große Black Box" zu sein. Er präsentierte die zehn erfolgreichsten Serien und Filme auf Netflix, wobei die sich sehr mit bislang schon kommunizierten Erfolgszahlen überschnitten.

Die erste Staffel Bridgerton" bleibt demnach auf Platz eins mit 82 Millionen Haushalten, die mindestens zwei Minuten in das Format hineingesehen haben. Es folgen die ersten Staffeln von Lupin" und The Witcher" mit jeweils 76 Millionen Haushalten. Neu ist auf Platz vier die Serie Sex/Life" mit sehr starken 67 Millionen Haushalten - so viel wie auch die dritte Staffel Stranger Things" hatte.

Spannend ist in diesem Zusammenhang die Bemerkung Sarandos, dass die neu gestartete koreanische Serie "Squid Game", die am Montag auch einen großen Aufschlag in den deutschen Netflix-Wochencharts machte, bei gleichbleibender Entwicklung nach den ersten Tagen das Potenzial besitzt, die erfolgreichste Serie aller Zeiten auf dem Streamingdienst zu werden.

Eine hilfreiche Ergänzung zu der Anzahl der Haushalten stellte ein zweiter mitgebrachter Netflix-Chart von Sarandos dar. Darauf war zu sehen, welche Formate stundentechnisch am meisten auf dem Streamingdienst geschaut wurden. Auch da liegt "Bridgerton" mit 625 Millionen Stunden auf Platz eins der Serien. Es folgen die vierte Staffel Haus des Geldes" mit 619 Millionen Stunden, die dritte Staffel "Stranger Things" mit 582 Millionen Stunden und "The Witcher" mit 541 Millionen Stunden.

In der Film-Top-Ten gab es keinerlei Veränderungen gegenüber schon früher kommunizierten Zahlen: Extraction" ist mit 99 Millionen Haushalten das Nonplusultra für die ersten vier Wochen auf Netflix. Es folgen Bird Box" (89 Millionen Haushalte), Spenser Confidential" (85 Millionen Haushalte) und 6 Underground" sowie Murder Mystery" mit jeweils 83 Millionen Haushalten. Army of the Dead" mit Matthias Schweighöfer bleibt auf Platz neun mit 75 Millionen Haushalten.

Bei den gesehenen Stunden wiederum gibt es aber spannendere Verschiebungen. Da liegt "Bird Box" mit 282 Millionen Stunden an der Spitze, "Extraction" hat 231 Millionen Stunden, während dann schon Martin Scorseses dreieinhalbstündiger The Irishman" mit 215 Millionen Stunden kommt. Und auf Platz vier steht überraschenderweise The Kissing Booth 2", bei dem offenbar auch weniger Menschen abgesprungen sind, weil es für 209 Millionen Stunden reichte.

"Für ein Abo-Geschäft ist die Bindung sehr wichtig", betonte Sarandos. "Franchises sind gut, aber was man wirklich will, sind Hits." Mit Blick auf den Rechtsstreit zwischen der Schauspielerin Scarlett Johansson und Disney im Bezug auf Black Widow" hielt er fest: "Talente müssen respektiert und vergütet werden."