Produktion

Drehstart zu "Sisi und ich"

Gestern haben die Dreharbeiten zu "Sisi und ich" begonnen, mit dem "Finsterworld"-Regisseurin Frauke Finsterwalder die Kaiserin jenseits von Klischees erzählen will.

21.09.2021 15:58 • von Heike Angermaier
(vorne, v.l.:) Philipp Worm und Frauke Finsterwalder (hinten, v.l.:) Thomas Kiennast, Christina Baier, Marc Hollenstein am Set von "Sisi und ich" (Bild: Walker + Worm/Bernd Spauke)

Gestern haben die Dreharbeiten zu Frauke Finsterwalders Sisi und ich" begonnen, in dem sie die legendäre Kaiserin auf andere Weise als bisher in den Serien- und Filmadaptionen erzählen will. Sandra Hüller, die für Finsterwalders Finsterworld" mit der Lola als Beste Nebendarstellerin ausgezeichnet wurde, spielt Hofdame Irma, aus deren Perspektive von Sisi erzählt wird. Susanne Wolff, die zuletzt für Styx" mehrfach gewürdigt wurde, steht als Sisi vor der Kamera von Thomas Kiennast. Zum hochkarätigen Ensemble zählen außerdem Georg Friedrich, Stefan Kurt, Markus Schleinzer, Sophie Hutter, Angela Winkler, Maresi Riegner, Sibylle Canonica und Johanna Wokalek. Gedreht werden wird die Produktion von Walker + Worm Film mit C-Films und Dor Film als Partnern in Österreich, der Schweiz, in Deutschland und auf Malta bis November.

Finsterwalder schrieb das Drehbuch gemeinsam mit Christian Kracht. Zum Drehstart sagt sie über ihren Film: "Ich habe das Gefühl, dass man Sisi weder im Leben noch in Filmen je gestattet hat das auszuleben, was sie war: wortwitzig, schlagfertig, manisch, immer auf der Suche, immer in Bewegung, unberechenbar und in fast allem ihrer Zeit hoffnungslos voraus. Als "Sissi" wurde sie während der Nachkriegs-Zeit zunächst zur Kitschikone, als "Kaiserin Elisabeth" hat man sie zum Sinnbild der gequälten, depressiven, in das Korsett der höfischen Zwänge gepressten, traurigen Prinzessin - zur Lady Diana des 19. Jahrhunderts stilisiert. Oder gar versucht, sie zur patriotischen Politikerin zu machen. Es geht mir nicht darum, diese Mythen zu zerstören, sondern das zu tun, was Filme immer tun sollten: einen neuen Mythos schaffen. Sisi war im besten Sinne eine Überforderung für sich selbst und andere. Zeit, einen weiblichen Blick aus dem Heute auf sie zu werfen."

Philipp Worm und Tobias Walker gewannen außer Anne Walser und Danny Krausz als Koproduzentin und Koproduzent BR mit Cornelia Ackers und Carlos Gerstenhauer für die Redaktion, SWR mit Brigitte Dithard sowie BR/ARTE als Sendepartner. Film- und Medienstiftung NRW, FilmFernsehFonds Bayern, Filmförderungsanstalt, BKM, Medienboard Berlin-Brandenburg, Deutscher Filmförderfonds sowie der Zürcher Filmstiftung, Bundesamt für Kultur, Schweizer Radio und Fernsehen SRF und FISA - Filmstandort Austria, Filmfonds Wien, Österreichisches Filminstitut förderten. DCM plant den Kinostart in Deutschland und der Schweiz für das dritte Quartal 2022. The Match Factory regelt den Weltvertrieb.