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DFP: "Para", "Oktoberfest" und "Marnow" als Doppelsieger

Die WarnerMedia/TNT-Serie und der ARD-Mehrteiler triumphierten nach den persönlichen Auszeichnungen vom Dienstag nun auch jeweils in ihrer Werkskategorie. "Die Toten von Marnow" war in beiden Schauspielkategorien erfolgreich.

16.09.2021 23:21 • von Frank Heine
Der Deutsche Fernsehpreis wurde in Köln vergeben (Bild: RTL)

Aus der Verleihung des Deutschen Fernsehpreises am heutigen Abend in Köln gingen die beiden Nominierungskönige als Dopplesieger hervor. "Para -Wir sind King" (TNT/W&B Television) gewann nach dem Regiepreis auch die Auszeichnung als beste Drama-Serie, Oktoberfest 1900" (BR/Degeto/WDR/MDR/Zeitsprung Pictures/Violet Pictures/Amalia Film/Maya Production) fügte dem Preis für die beste Musik nun noch den Triumph bei den Mehrteilern hinzu. Das Team der unterlegenen Produktion "Die Toten von Marnow", einem weiteren ARD-Dreiteiler (NDR/Degeto /Polyphon/made in munich) brauchte sich nicht zu grämen, denn die beiden Hauptdarsteller, Petra Schmidt-Schaller und Sascha Alexander Gersak räumten in den beiden Schauspielkategorien ab. Gersak wurde auch für seine Rolle im MDR-Polizeiruf 110: Der Verurteilte" geehrt.

Als bester Fernsehfilm behauptete sich das Impro-Roadmovie Für immer Sommer 90" (Degeto/Florida Film) gegen die geballte Constantin-Macht von Jackpot" (SWR/Constantin Television) und Das Unwort" (ZDF/Moovie). Bei den Comedy-Serien ging Netflix nach zwei Erfolgen bei den bereits am Dienstag vergebenen Preisen in den Gewerks-Kategorien mit der Dramedy "Das letzte Wort" (Pantaleon Films) ein drittes Mal als Sieger aus dem Ring.

Mit Amazon ließ sich auch der zweite große Streamer nicht lumpen Torsten Körners Fußballer-Doku Schwarze Adler" (Broadview TV), in Kooperation mit dem ZDF entstanden, gewann im Bereich Information als beste Dokumentation/Reportage. In der neu ins Leben gerufenen Kategorie beste Doku-Serie behauptete sich das RBB-Format "Charité intensiv - Station 43" (Docdays Productions) gegen die True-Crime-Formate Höllental" und Rohwedder - Einigkeit und Mord und Freiheit".

Zu den Doppelsiegern zählt auch die Produktionsfirirma Seapoint die mit der Vox-Show "Showtime of my Life - Stars gegen Krebs" in der Kategorie Bestes Factual Entertainment und mit "Princess Charming" auch das beste Reality-Format im Köcher hatte. Noch erfolgreicher war Florida. Zum Erfolg des Fiction-Armes für "Sommer 90" gesellten sich weitere Fernsehpreise für "Wer stiehlt mir die Show?" mit Joko Winterscheidt (ProSieben) als beste Unterhaltung Show und für "Joko & Klaas - Live: Pflege ist #NichtSelbstverständlich" (ProSieben) als bestes Infotainment.

Mit "Markus Lanz" (beste Information; ZDF/Mhoch2 TV/Fernsehmacher), Andrea Kiewel als Moderatorin des "ZDF-Fernsehgarten" (ZDF) und Anja Reschke als Gastgeberin und kreativer Kopf des Politmagazin "Panorama" (NDR) kamen auch drei langgediente TV-Sendungen zu Fernsehpreisehren. Als beste Late-Night-Comedy stach Underdog "Freitagnacht Jews" "Die Carolin Kebekus Show" und das "ZDF Magazin Royale" aus. Der Nachwuchspreis ging an Aminata Belli, Moderatorin der NDR-Talkshow "deep und deutlich". Der finale Höhepunkt des Abend wurde mit der Vergabe des Ehrenpreises an Hape Kerkeling gesetzt.