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Sky-CEO Dana Strong bekräftigt Aggregations-Strategie

Comcast-Tochter Sky will in Kontinentaleuropa künftig noch präsenter sein. Das erklärte Sky-CEO Dana Strong auf einem Panel.

15.09.2021 15:29 • von Jörg Rumbucher
Seit Anfang 2021 Sky-CEO: Dana Strong (Bild: Comcast)

Erstmals trat Dana Strong als Sky-CEO in der Öffentlichkeit auf. Am Mittwoch, 15. September, zählte sie zu den Interviewgästen des traditionell hochkarätig besetzten Kongresses der Royal Television Society in Cambridge. Erwartet werden u.a. noch Hillary und Chelsea Clinton sowie der ehemalige Disney-Manager Kevin Mayer.

Im Gespräch hatte Strong zwar keine spektakulären Ankündigungen zu berichten, bekräftige jedoch den Willen, dass Sky in Europa noch präsenter sein müsse: "Ich erwarte, dass die Marke Sky in ganz Kontinentaleuropa vertreten sein wird." Was u.a. aufgrund der bereits bekannten Partnerschaft mit ViacomCBS umgesetzt werde. Sky und ViacomCBS International Networks hatten kürzlich bekannt gegeben, dass Paramount+ auf den Sky-Plattformen in Großbritannien, Irland, Italien, Deutschland, der Schweiz und Österreich gestartet wird. Außerdem kooperieren Sky-Mutterkonzern Comcast und ViacomCBS beim neuen Abodienst SkyShowtime, der in 20 europäischen Ländern starten soll.

Auf die Frage, ob Sky andere Markteilnehmer eher als Freund oder Feind betrachtet, erklärte Strong, dass "Sky eine lange Erfolgsbilanz bei der Bildung von Partnerschaften hat". Sky habe auf das Wachstum des Streamingsektors reagiert, indem man das Thema Aggregation ernst nehme und "großartige Inhalte von Dritten" anbiete. Natürlich blieb die Produktion eigener Inhalte über die Abteilung Sky Studios nicht unerwähnt.

Besonders lobend erwähnt wurde von ihr das Vereinigte Königreich, in das sie nach ihrer Tätigkeit bei Comcast Cable zurückgekehrt war: "Wenn ich mir den britischen Markt anschaue, sehe ich einen außergewöhnlichen PSB-Sektor (Anm. d. Redaktion: gemeint ist öffentlich-rechtlicher Rundfunk), der Weltklasse ist, ich sehe einen sehr entwickelten Pay-TV- und Breitbandmarkt, der immer noch wächst. Ich sehe einen außergewöhnlichen Pool an unabhängigen Produktionsfirmen und Talenten, der wirklich Weltklasse ist."

Das Vereinigte Königreich sei schon immer ein Vorreiter in Sachen Innovation gewesen und sie erinnerte daran, dass, als sie 2010 nach Großbritannien zog, der BBC iPlayer bereits auf dem Markt war und NOW TV und Netflix im Jahr 2012 eingeführt wurden. Der Markt habe sich nicht erst im Jahr 2020 verändert, und Sky habe bereits darauf reagiert, indem man zu einem Aggregator für Inhalte wurde.

Eine Herzensangelegenheit sei für sie das Thema Diversity: "Es besteht kein Zweifel daran, dass wir alle besser werden können, was Vielfalt angeht", sagte sie. Daher habe man sich zum Ziel gesetzt, bis 2025 sicherzustellen, dass 20 Prozent der Mitarbeiter in Großbritannien und Irland aus schwarzen und ethnischen Minderheiten bestehen werden.