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"The Billion Dollar Code" feiert Weltpremiere in Zürich

Neben "Es ist nur eine Phase, Hase" feiern weitere Filme aus Deutschland Weltpremiere beim 17. Zurich Film Festival. In der Reihe "Series" ist Oliver Ziegenbalgs und Robert Thalheims Miniserie "The Billion Dollar Code" erstmalig zu sehen, die Netflix dann ab 7. Oktober auf seiner Plattform startet.

09.09.2021 13:50 • von Barbara Schuster
"The Billion Dollar Code" feiert Weltpremiere in Zürich (Bild: Netflix)

Neben Es ist nur eine Phase, Hase" feiern weitere Filme aus Deutschland Weltpremiere beim 17. Zurich Film Festival. In der Reihe "Series" ist Oliver Ziegenbalgs und Robert Thalheims Miniserie "The Billion Dollar Code" erstmalig zu sehen, die Netflix dann ab 7. Oktober auf seiner Plattform startet. Die Geschichte beruht auf einer wahren Begebenheit und erzählt von einem Kunststudenten und einem Programmierer, die im Berlin der 1990er Jahre einen Algorithmus namens "Terra Vision" - der Vorreiter von Google Earth - entwickelten. Jahrzehnte später ziehen die beiden gegen Google vor Gericht und werfen dem Techgiganten vor, ihre Idee gestohlen zu haben. Ein David-gegen-Goliath-Kampf beginnt.

In der Wettbewerbsreihe "Fokus" für Nachwuchsfilmemacher aus der Schweiz, Deutschland und Österreich treten unter anderem die deutschen Produktionen "Ich Ich Ich" von Zora Rux an, eine Produktion der dffb, und der Dokumentarfilm "Beyond the White" von Evgeny Kalachikhin als Weltpremieren an. Bei den Gala Premieren wurde auch Christian Schwochows "Je suis Karl" eingeladen, der aber bereits auf der Berlinale Weltpremiere feierte, sowie Marcus H Rosenmüllers und Santiago López' Animationsfilm "Willkommen in Siegheilkirchen", der in Annecy beim Animationsfilmfestival zum ersten Mal das Licht der Kinoleinwand erblickte.

Wie Christian Jungen, seit 2020 Künstlerischer Leiter des Festivals, bei der heutigen Programmpressekonferenz bekanntgab, hat das Programmer-Team aus 3500 Einreichungen 164 Filme aus 53 Ländern ausgewählt. Darunter sind 25 Welt- oder internationale Premieren und fünf Europapremieren. Bei 38 Filmen handelt es sich um Erstlingswerke. "Wir feiern das Comeback Hollywoods", stellte Jungen fest. "Letztes Jahr haben die Studios wegen der Pandemie viele Produktionen zurückbehalten, nun können wir mehrere dieser heiß erwarteten Titel dem Publikum präsentieren, darunter 'Keine Zeit zu Sterben', das letzte James-Bond-Abenteuer mit Daniel Craig als 007. Regie geführt hat Cary Joji Fukunaga, der schon mit seinem Erstling 'Sin Nombre' am ZFF war." 38 Filme sind im Wettbewerb für das Goldene Auge nominiert, das in den drei Kategorien Fokus, Spielfilm und Dokumentarfilm vergeben wird.

An Schwergewichten aus Cannes und Venedig bietet Zürich dieses Jahr unter anderem The French Dispatch" von Wes Anderson, "A Hero" von Asghar Farhadi", Maggie Gyllenhaals "The Lost Daughter", "The Hand of God" von Paolo Sorrentino, "The Power of the Dog" von Jane Campion und "Illusions perdues" von Xavier Giannoli. Auch die Komplizen-Film-Produktion "Spencer" gehört zur Gala-Reihe des ZFF, aber auch "The Last Duel" von Ridley Scott und Paul Schraders "The Card Counter". Schrader erhält in Zürich den Ehrenpreis für sein Lebenswerk.

Ergänzt wird das Line-up durch diverse Seitenprogramme, darunter die Reihe "Hashtag" mit einem acht Filme umfassenden Programm zum Schlagwort #letSEXplore: In fünf Spiel- und drei Dokumentarfilme widmet sich das ZFF hier explizit der Lust auf der Leinwand. Das 17. Zurich Film Festival findet vom 23. September bis 3. Oktober statt. Das komplette Programm ist hier zu finden.