Kino

Sylvia Rothblum: "Wir stehen für ein exklusives Kinofenster"

Die neue starke Frau bei Warner ist überzeugt davon, dass alle Verwertungsstufen wichtig sind und gut nebeneinander bestehen können. Im Juni wurde Sylvia Rothblum zum Country Manager GSA von Warner Media berufen und stellt sich hier in einem Exklusiv-Interview den Fragen von Blickpunkt:Film nach den Plänen des Majors bei der Filmauswertung.

09.09.2021 08:53 • von Jochen Müller
Sylvia Rothblum (Bild: WarnerMedia)

Die neue starke Frau bei Warner ist überzeugt davon, dass alle Verwertungsstufen wichtig sind und gut nebeneinander bestehen können. Im Juni wurde Sylvia Rothblum zum Country Manager GSA von Warner Media berufen und stellt sich hier in einem Exklusiv-Interview den Fragen von Blickpunkt:Film nach den Plänen des Majors bei der Filmauswertung.

Im Juni wurden Sie zum Country Manager GAS von WarnerMedia ernannt. Kam die Berufung für Sie überraschend? Und was reizt Sie besonders an der neuen Aufgabe?

SYLVIA ROTHBLUM: Ich freue mich sehr darüber, dass ich diese Wertschätzung von meiner Firma erfahren habe. Es ist mir wirklich wichtig, weil es den Kollegen zeigt, dass langjährige Leistung anerkannt wird. Und es ist ein wichtiges Zeichen für Frauen. Immerhin ist die Mehrheit der Mitarbeiter weiblich bei uns im deutschsprachigen Raum. Ich bin nun seit bald 30 Jahren in diesem Business tätig und habe schon fast alles gemacht. Ich war in unterschiedlichen Unternehmen für Produktion oder und für den Vertrieb verantwortlich, und ich habe international gearbeitet. Was mich reizt, ist, dass ich jetzt die Möglichkeit habe, meine ganze Erfahrung und meine Fähigkeiten in die Arbeit mit meinen wunderbaren Kollegen hier in Deutschland, Österreich und der Schweiz einzubringen.

Sie sind bei Warner seit 20 Jahren für den Bereich Television Distribution verantwortlich. Ist Ihre Ernennung auch ein Indiz, dass sich für Warner im Programmverwertungsmarkt die Gewichtungen verschieben?

SYLVIA ROTHBLUM: Das ist eine sehr gute Frage. Television war für den Erfolg in dieser Branche schon immer besonders wichtig, was die Refinanzierung und Monetarisierung der Programme betrifft. Ich glaube nicht, dass hier mit meiner Berufung ein spezieller Zusammenhang besteht. Alle Glieder der Verwertungskette sind wichtig. Wie gerade auf der CinemaCon betont wurde, liegt bei uns, als einem der wichtigsten Major Studios, das Kino in der DNA. Und das wird auch immer so bleiben. Je erfolgreicher ein Film im Kino ist, umso erfolgreicher wird er dann in den anderen Verwertungsstufen bis hin zum Streaming sein.

Aber zeigt nicht allein die Übernahme von Warner durch AT&T, dass die digitale Verwertung in den Mittelpunkt rückt?

SYLVIA ROTHBLUM: Direct-to-Consumer ist die Zukunft. Wir wollen Teil dieser Zukunft sein und wir glauben sehr an unsere großen Brands, die wir aufgebaut haben. Ob das nun "Harry Potter", das DC Universe oder die Looney Tunes sind, sie alle kamen vom Kino. So werden Brands nun einmal aufgebaut. Wir glauben fest daran, dass insbesondere in Deutschland alle Verwertungsstufen weiter bestehen und wichtig sein werden, und dass alle nebeneinander existieren können. Es ist das alte Thema: Immer, wenn etwas Neues kam, hat man das Alte totgesagt. Das war so, als das Fernsehen oder später Video, die VHS und die DVD, aufkamen. Das Kino überlebt immer. Wir sind fest davon überzeugt, dass alles seinen Platz hat, und es ist jetzt meine Aufgabe mit meinen Kollegen im deutschsprachigen Raum zu beweisen, wie wichtig jede einzelne Verwertungsstufe ist, und uns dafür bestmöglich aufzustellen.

AT&T-Boss John Stankey hat als nächstes die Fusion von WarnerMedia mit Discovery+ angekündigt. Können Sie hier als Mitglied des EMEA Leadership Teams schon die weiteren Auswirkungen absehen?

SYLVIA ROTHBLUM: Zu laufenden Fusionsverhandlungen können wir leider gar nichts sagen.

Warner stand immer treu an der Seite der Kinos und war in der Pandemie der einzige Major, der mit Tenet" einen Blockbuster gestartet hat. Wird diese enge Bindung des Studios zum Kino auch unter Ihnen als Country Manager bestehen bleiben?

SYLVIA ROTHBLUM: Ja, selbstverständlich! Es ist interessant zu sehen, wie stark und gefragt Warner Bros. als Marke aktuell wieder ist. Das liegt vor allem an unserer 100jährigen Geschichte, die am Ende die eines Filmstudios ist. Es ist ein einzigartiges Erlebnis, einen Film im Kino zu sehen. Dass ein Film im Kino war, gibt ihm ein Gütesiegel. Wenn "Harry Potter" auf einer Streamingplattform oder bei HBO Max läuft, dann ist es vor allem ein Riesenkinoerfolg. Und das zählt. Natürlich sind TV-Serien und alle anderen Programmformate auch von großer Bedeutung. Ich finde es schon interessant, wie durchlässig alles geworden ist, wenn Kinos jetzt Serien oder ein Serien-Special wie "Friends: The Reunion" zeigen. Wir reden über hervorragenden Content und tolle Geschichten auf der großen Leinwand. Es geht um das gemeinsame Erlebnis. Ich glaube, man muss ein wenig umdenken, innovativer und kreativer werden. Inzwischen ist es selbstverständlich, im Kino Opern und Alternative Content zu sehen. Vielleicht müssen wir alle flexibler werden und manches neu definieren, um der ganzen Branche noch bessere Ergebnisse in der Refinanzierung zu bringen. Auch ich liebe Streaming und schaue sehr viel, aber einen großen Film wie Dune" auf der großen Leinwand zu sehen, ist eine ganz andere Erfahrung. Das kann man mit nichts anderem vergleichen. Man muss realistisch sein: Filme werden nicht billiger. Man braucht alle Auswertungsstufen, um diese herausragenden teuren Filme machen zu können.

Warner hat für viel Aufregung gesorgt, weil 2021 alle großen Kinofilme parallel zum Kinostart einen Monat auf HBO Max laufen. Gibt es hier eine Regelung für Deutschland?

SYLVIA ROTHBLUM: Das hatte viele Gründe, und es betrifft nur die USA. Das ständige Verschieben des Kinostarts von Filmen, was die Alternative war, tut den Filmen nicht gut. Diese Form der Veröffentlichung bleibt begrenzt auf die Pandemie und ist jetzt vorbei. In Deutschland ist die Situation eine andere, hier ist HBO Max noch nicht aktuell.

Aber die Filme sind dann sehr früh bei Sky gelaufen?

SYLVIA ROTHBLUM: Wir haben nur ein paar Filme früh an Sky lizenziert, als die Kinos im Lockdown waren. Dabei dachten wir, es ist das Beste für das Publikum und für die Filme, sie zur Verfügung zu stellen, auch vor dem Hintergrund der Probleme mit Piraterie.

Gilt dann für Filme, die jetzt starten, wieder die herkömmliche Verwertungskette?

SYLVIA ROTHBLUM: Sagen wir es so: Wir stehen für ein exklusives Kinofenster. Auch das ist uns sehr wichtig. Mit den Kinobetreibern sind wir in Gesprächen, um ein exklusives Fenster zu finden, das für alle Seiten sinnvoll ist - für das Produkt, für das Publikum und für die Refinanzierung.

Wird es sich an den 45 Tagen orientieren, die in den USA genannt wurden?

SYLVIA ROTHBLUM: Ich kann nur sagen, dass wir ein exklusives Fenster im deutschsprachigen Raum haben werden, und es wird ein sinnvolles Fenster sein, sowohl für die Kinobetreiber als auch für uns.

Seit Juli startet Warner wieder Filme in den durch Auflagen eingeschränkten, aber immerhin wieder offenen Kinos. Wie zufrieden sind Sie mit den Ergebnissen?

SYLVIA ROTHBLUM: Wir sind sehr positiv überrascht. Trotz all der Unkenrufe, dass das Kino tot sei und alle nur noch streamen würden, ist es doch interessant zu sehen, wie groß das Bedürfnis ist, endlich wieder Filme im Kino zu sehen. Es gibt schon erste Wochenendergebnisse, die vergleichbar mit denen vor der Pandemie sind. Wir vergleichen dabei mit dem Durchschnitt in den Sommermonaten von 2017 bis 2019. Trotz aller Beschränkungen haben die Zahlen unsere Erwartungen übertroffen und stimmen uns sehr zuversichtlich. Kino ist zurück!

Wie schätzen Sie die Erholung des Kinos unter 3G- oder gar 2G-Auflagen ein?

SYLVIA ROTHBLUM: Ich schätze, dass das Kino zwar auf der einen Seite Zuschauer verlieren, aber auf der anderen Seite durch 3G oder 2G-Auflagen Publikum zurückgewinnen wird. Ich fühle mich durchaus auch sicherer, wenn ich weiß, dass 3G oder 2G beachtet wird. Gerade die ältere Zielgruppe, für die wir auch sehr viele Filme haben, wird sich eher zurück wagen. Niemand weiß, wie sich die steigenden Inzidenzen auswirken werden, aber unsere Strategie ist ganz klar: Wir haben uns auf eine Releaseplanung geeinigt und ziehen das jetzt auch durch.

Anders als im deutschsprachigen Raum haben sich die Einspielergebnisse in den USA noch nicht richtig erholt. Muss man sich deswegen Sorgen machen?

SYLVIA ROTHBLUM: Wir wollen weiter Filme produzieren und setzen dabei auf Qualität und nicht Quantität. Beim Blick auf die nächsten Jahre sind es die großen Franchises, die wir pushen werden. Wir wollen große Filme machen, und unsere Brands für alle weiteren Auswertungsstufen stärken. Die Zeit wird zeigen, was im Kino wirklich funktioniert. Es wird auch Filme geben, die man genauso gut zuhause anschauen kann. Wir sind in einer Umbruchphase. Gerade deswegen finde ich meinen neuen Job so spannend und faszinierend, weil sich so viel verändert, und wir gleichzeitig so viel gestalten können, mit unseren Partnern bei den Sendern, den Plattformen und den Kinos. Für uns alle ist es eine neue Situation, und hier gilt es wirklich innovativ und kreativ zu sein. Das sind gerade meine Stärken, "out of the box" zu denken und sich nicht immer damit aufzuhalten, wie man es bisher gemacht hat. Das macht es interessant.

Die Rückkehr des Kinos wurde auch auf der CinemaCon beschworen. Glauben auch Sie, dass das Kino zu alter Stärke aufläuft?

SYLVIA ROTHBLUM: Nur sehr wenige Kinos mussten wegen der Pandemie schließen. Das ist eine Stärke des Systems in Deutschland, dass die Kinos hier unterstützt wurden, und dafür sind wir auch sehr dankbar. Aber man sieht auch, dass das Publikum und die Kinobetreiber an das Kino glauben. Nichts bleibt, wie es war. Es wird alles neu und anders kommen, aber das heißt nicht, dass es schlechter kommen wird. Wie ich vorher gesagt habe: Kino muss vielleicht umdenken, die Branche verändert sich, weil die Konsumenten anspruchsvoller werden. Und das ist etwas Gutes.

Die Streamingportale werden immer erfolgreicher, und es wird immer ein Gegeneinander konstruiert. Glauben Sie, dass Kino und Streaming gut nebeneinander bestehen können?

SYLVIA ROTHBLUM: Man muss nur bedenken, wie groß der Anteil der Bevölkerung in Deutschland ist, der überhaupt nie ins Kino geht. Es gibt genug Platz für alle. Studien zeigen, dass Vielseher ins Kino gehen und auch streamen. Leute, die aktiv und an Content interessiert sind, nutzen alles. Es geht darum, neue Zielgruppen zu erschließen. Und ins Kino geht man nicht nur, um einen Film zu sehen, sondern um Freunde zu treffen, zum Dating oder um einfach auszugehen. Man spürt nach dem letzten Lockdown, dass junge Leute wieder rausgehen und nicht mehr zuhause sein wollen. Aber natürlich wird man irgendwann alles zuhause sehen können.

Aber mit einem großen zeitlichen Abstand...

SYLVIA ROTHBLUM: Diese Windows sind für uns, die wir in der Medienbranche tätig sind, ein Begriff. Ein schönes Beispiel, dass die einzelnen Auswertungsformen nebeneinander erfolgreich bestehen können, ist die Serie "The Big Bang Theory", die seit Jahren auf ProSieben läuft, vielleicht 2000 Ausstrahlungen im Jahr. Und doch ist sie die Nummer Eins auf Netflix und die Nummer Eins auf Prime. Es gibt wohl zwei Tendenzen: Einerseits will man etwas Neues sehen, aber weil es so viel Auswahl gibt, entscheidet man sich für das Vertraute. Die "Harry Potter"-Filme laufen immer wieder im Fernsehen. Und sie laufen gut. Manchmal läuft die x-te Ausstrahlung sogar besser als die erste.

Gibt es in Zukunft noch eine Verwertungskette, wenn die Filme zeitnah auf studioeigenen Plattformen erscheinen?

SYLVIA ROTHBLUM: Von welcher Zukunft reden wir? In Deutschland ist HBO Max noch nicht aktuell, dafür sehr erfolgreich in 39 Ländern in Lateinamerika gestartet. In Europa kommen nun als nächstes die Länder, in denen es HBO schon gibt.

Dann bleibt der Verwertungsablauf erst einmal wie gehabt?

SYLVIA ROTHBLUM: Ganz genau. Zuerst kommt Kino, dann PVoD, danach EST, Pay One, Pay Two, danach kommt Free TV und dann erst ist SVoD dran. Das war nun mein Geschäft seit vielen Jahren. Und das ist mein Auftrag mit meinem Team und meinen Kollegen. Die Refinanzierung eines Filmes und die P & L Kosten werden über alle Auswertungsstufen berechnet. Dahinter steht jeweils eine Zahl, und es kommt auf alle an.

Gibt es konkrete Planungen, wann HBO Max nach Deutschland kommt?

SYLVIA ROTHBLUM: Fest steht, dass wir einen weltweiten Streaming-Service etablieren wollen. Wir verfügen über die Tiefe unserer Library, die Franchises, das Kinderprogramm, HBO mit "Game of Thrones" und noch viel mehr. Wir glauben, dass wir mit diesem Content und unserer Stärke im Storytelling gute Chancen haben werden. Aber wir können noch kein Datum nennen: In Deutschland sind wir noch nicht im Rollout. Wir haben hier eine langjährige Partnerschaft mit Sky, die uns sehr wichtig ist

Kommen wir noch zum lokalen Produkt. Warner steht für große deutsche Erfolgsfilme und hat sich immer bemüht, Filme für ein breites Publikum zu produzieren. Ändert sich etwas an dieser Strategie?

SYLVIA ROTHBLUM: Im Gegenteil! Wir wollen mit lokalen Brands noch stärker in diese Richtung gehen. Über große lokale Brands zu verfügen, ist in Zukunft sogar noch wichtiger. Natürlich plant jeder große Filme, aber ich möchte das noch konsequenter verfolgen und weniger auf Projekte setzen, die von Anfang an nur einen Nischenerfolg versprechen. Wir haben, wie Sie sagen, einen sehr guten Ruf als Produzent von guten deutschen Filmen und verfügen über langjährige Verträge mit dem Talent in allen Bereichen, worauf wir sehr stolz sind. Das wollen wir pflegen, um gemeinsam neue Erfolge zu produzieren.

Die genannten Fusionen wirken sich nicht auf die Schaffung von lokalem Content aus?

SYLVIA ROTHBLUM: Nein, das bleibt ein wichtiges Standbein für uns. Wir verfügen neben First-Look-Deals über verschiedene Arten von Kooperationen in allen Bereichen der Creative Community und werden das weiter vorantreiben, hoffentlich sogar noch erfolgreicher. Mein Kollege Hannes Heyelmann wird die kreative Seite betreuen, Vertrieb und Vermarktung übernehme ich mit meinem Team, dazu gehört auch, mit einzuschätzen, wie gut ein Film gerade über die verschiedenen Verwertungsstufen performen wird. Zusätzlich können wir dem Talent die internationale HBO Max-Plattform bieten. Content funktioniert jetzt auf der ganzen Welt, während es früher sehr schwer war, ihn über die Grenzen zu vermarkten. Viele wollen nicht nur hier im Kino und im Fernsehen laufen, sondern auch international bekannt werden. Diese Chance hat das Talent über HBO Max in den USA, in Südamerika und da, wo wir sonst schon launchen. Wir haben Verträge mit den großen Stars in Deutschland und sind dabei, alles neu zu sortieren. Wir verhandeln gerade neue Deals, die aber noch nicht spruchreif sind, und erzählen gerne in Kürze mehr dazu.

Welche Bedeutung kommt dem physischen Home Entertainment Markt noch zu?

SYLVIA ROTHBLUM: In Deutschland ist der physische Home Entertainment Markt noch immer stark im Vergleich zu anderen Ländern. Natürlich ist er kein Wachstumsmarkt mehr, dafür wächst der Markt digital umso stärker. Aber wir glauben daran, dass er noch lange in Deutschland existieren wird. Ganz nebenbei: Wir sind hier Marktführer sowohl im physischen wie auch im digitalen Home Entertainment Markt.

Auf welche Produktionen der kommenden Monate setzen Sie besonders?

SYLVIA ROTHBLUM: Natürlich auf Denis Villeneuves Science-Fiction-Film "Dune" und den neuen Film von Karoline Herfurth, Wunderschön". Wir haben viele starke Filme im Portfolio, dazu zählen für mich auch Oskars Kleid" von Florian David Fitz oder Cry Macho" von Clint Eastwood, der mit über 90 Jahren immer besser wird, ein Ansporn für uns alle. Weitere große Franchises in den kommenden Monaten sind "Phantastische Tierwesen", "The Batman", "Matrix" oder lokal "Lauras Stern".

Und was ist Ihre Art Kino?

SYLVIA ROTHBLUM: Mein Lieblingsgenre ist RomCom, also eher romantisch. Ich mag anspruchsvolle Filme und Feelgood Movies. Auch wenn ich nicht mehr die Hauptzielgruppe bin, glaube ich, dass jetzt eine Zeit kommt, in der wir solche Filme brauchen. Die Leute sehnen sich nach optimistischen Filmen nach dieser Pandemie. Vor hundert Jahren kamen nach der Spanischen Grippe, die Millionen Leben kostete, die "Roaring Twenties". Gerade im Kino wird es jetzt ein Bedürfnis nach eskapistischem Feelgood geben. Vielleicht folgen neue Goldene Zwanziger im Kino. Das Publikum werden wir nur zusammen mit den Kinobetreibern glücklich machen können. Ich bin jedenfalls hoch motiviert und freue mich auf die vielen Herausforderungen.

Das Gespräch führte Ulrich Höcherl