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Saskia Rosendahl gewinnt in Locarno

Saskia Rosendahl wurde beim 74. Locarno Film Festival als Beste Darstellerin für ihre schauspielerische Leistung in "Niemand ist bei den Kälbern" ausgezeichnet. Der Hauptpreis, der Pardo d'oro, ging an den indonesischen Beitrag "Vengeance Is Mine, All Others Pay Cash", der deutsche Koproduzenten hat.

14.08.2021 21:46 • von Barbara Schuster
Saskia Rosendahl gewann in Locarno (Bild: Locarno Film Festival / Ti-Press / Massimo Pedrazzini)

Saskia Rosendahl wurde beim 74. Locarno Film Festival als Beste Darstellerin für ihre schauspielerische Leistung in "Niemand ist bei den Kälbern" ausgezeichnet. Die Romanverfilmung von Sabrina Sarabi, produziert von Weydemann Bros., lief im Wettbewerb "Cineasti del presente". Sowohl die Regisseurin als auch der Produzent haben lobende Worte für ihre Hauptdarstellerin. Sarabi sagt: "Es war wunderschön mit dir, meine liebe Saskia, zu arbeiten und ich gratuliere Dir von ganzem Herzen. Du hast mich immer wieder überrascht und gefordert und ich bin sehr glücklich über unseren gemeinsamen Film. Du bist eine wunderbare Schauspielerin und Freundin. Vielen Dank!" Jonas Weydemann ergänzt: "Wir freuen uns wahnsinnig über diese großartige Auszeichnung und gratulieren Saskia Rosendahl von ganzem Herzen. Im ersten Moment, als Sabrina Sarabi und wir die Romanvorlage gelesen haben, war uns gemeinsam klar, dass Saskia die Christin spielen muss. Sehr früh war sie in die Entwicklung der Figur eingebunden. Sie ist eine fantastische Schauspielerin und es war eine tolle Zusammenarbeit."

Der Hauptpreis, der Goldene Leopard, des Hauptwettbewerbs (Concroso internazionale) ging bei der heutigen Preisverleihung der 74. Ausgabe des Schweizer A-Festivals, die erste Edition unter der künstlerischen Leitung von Giona A Nazzaro, an "Seperti Dendam, Rindu Harus Dibayar Tuntas" ("Vengeance Is Mine, All Others Pay Cash") des indonesischen Regisseur Edwin. Der Film über einen impotenten Kämpfer, der sich in eine Straßenkämpferin verliebt, wurde von Match Factory Productions und Bombero International koproduziert und basiert auf der Romanvorlage von Eka Kurniawan. Die Jury unter der Leitung von Eliza Hittman sprach den Spezialpreis dem chinesischen Beitrag "Jiao Ma Tang Hui" ("A New Old Play") von Qiu Jiongjiong zu. Als bester Regisseur wurde Altmeister Abel Ferrara für seinen Thriller "Zeros and Ones" mit Ethan Hawke geehrt. Deutscher Koproduzent ist hier Maze Pictures. Bei den Darstellerinnen des Hauptwettbewerbs setzte sich das Nachwuchstalent Anastasiya Krasovskaya für ihre schauspielerische Leistung in der russischen Sozialstudie "Gerda" von Natalya Kudryashova durch. Der Preis für den besten Hauptdarsteller ging ex aequo an die Laien Mohamed Mellali und Valero Escolar für den katalanischen Beitrag "Seis días Correntes". Lobende Erwähnungen sprach die Jury "Espiritu Sagrado" und "Soul of a Beast" des Schweizers Lorenz Merz aus. Alle Preise sind hier einzusehen.