Kino

US-Videomarkt mit ungewohntem Mini-Plus

Im zweiten Quartal 2021 fiel das Wachstum im US-Heimkino-Markt laut DEG sehr dünn aus: Die Ausgaben für digitales und physisches Home Entertainment stiegen nur um ein Prozent.

12.08.2021 15:13 • von Jörg Rumbucher
Einer der Topttitel im physischen Kaufmarkt: Die Serie "Yellowstone" (Bild: Paramount)

Nachdem in vielen vorangegangenen Quartalen durchweg hohe Zuwachsraten zu sehen war, fiel das Ergebnis für das zweite Quartal 2021 eher mager aus: Laut Digital Entertainment Group wurden im Berichtszeitraum 7,92 Mrd. Dollar für physisches und digitales Home Entertainment ausgegeben - ein Plus von nur 1,01 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Die DEG erklärt dies damit, dass die Rekordsteigerungen in Q2 2020 dem Pandemiegeschehen geschuldet waren. Zudem habe sich in diesem Jahr ein Mangel an Kinofilmen negativ auf die HE-Ergebnisse ausgewirkt.

So kommt es, dass sich einzig die Distributionsart Subscription Video on Demand als Positiv-Faktor erwies: Der DEG zufolge stiegen die Ausgaben für Abostreamer um rund 17 Prozent auf 6,3 Mrd. Dollar.

Alle anderen Segmente verzeichneten ein Minus: EST gab um 38,47 Prozent auf 531 Mio. Dollar nach, die TVoD-Umsätze gingen in fast identischer Größenordnung auf 427 Mio. Dollar zurück. Mit Verkauf und Verleih physischer Medien (DVD/Blu-ray) wurden in Q2 2021 662,57 Mio. Dollar umgesetzt; davon entfielen auf Kaufprodukte 458,17 Mio. Dollar. Zu den stärksten Titel zählt die DEG Filme wie "Die Croods - Alles auf Anfang", "Godzilla vs Kong" sowie die Serien "The Office" und "Yellowstone".

Der Gesamtumsatz im ersten Halbjahr 2021 betrug 15,68 Mrd. Dollar; immerhin noch ein Plus von 5,18 Prozent.

Nach wie vor sind in den Umsatzzahlen keine Ergebnisse für hochpreisige Premiere Access-Titel auf VoD-Plattformen enthalten.