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Gesundheitsministerium fordert umfassende 3G-Nachweispflicht

In einem Bericht an Bund und Länder fordert das Ministerium von Jens Spahn, die Teilnahme an bestimmten Veranstaltungen ab September nur noch für Geimpfte, Genesene oder negativ Getestete zuzulassen - unabhängig von der Inzidenz. Jenseits gewisser Grenzwerte solle der Zugang für Ungeimpfte sogar komplett ausgeschlossen werden.

04.08.2021 09:30 • von Marc Mensch
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (Bild: IMAGO/Jürgen Heinrich)

Die Ministerpräsidentenkonferenz am 10. August birgt jede Menge Sprengstoff - das machte im Vorfeld ein Bericht des Bundesgesundheitsministeriums noch einmal deutlich. Denn was bereits von einzelnen Spitzenpolitikern (und nicht zuletzt Kanzleramtsminister Helge Braun) ins Feld geführt worden war, hat nun auch das Ministerium von Jens Spahn in einem Bericht an den Bundestag und die Länder klar ausformuliert. In dem Papier, das unter anderem der dpa vorliegt, wird das weitere Vorgehen für den Herbst und Winter skizziert.

Demnach fordert das Bundesgesundheitsministerium, ab Anfang/Mitte September "die Teilnahme an bestimmten Veranstaltungen in ganz Deutschland generell nur unter Einhaltung der 3G-Regel" zu ermöglichen. Konkret genannt werden dabei Innengastronomie, Hotelübernachtungen, körpernahe Dienstleistungen, Sport und Veranstaltungen im Innenraum bzw. Großveranstaltungen generell. Der entscheidende Punkt: Diese Maßnahme soll nach Vorstellung des Ministeriums unabhängig von der Inzidenz umgesetzt werden.

Insbesondere für Ungeimpfte könnten laut dem Bericht in Abhängigkeit von Impfquote, Inzidenz und Anzahl schwerer Klinikfälle ab bestimmten Grenzwerten weitergehende Einschränkungen notwendig werden, wie es in dem Papier heißt. Dazu zählten unter anderem der mögliche Ausschluss von der Teilnahme nicht geimpfter Personen an Veranstaltungen.