Produktion

Global Screen und Elsani & Neary Media entwickeln Serie über gelungene Tunnelflucht

Durch den so genannten Tunnel 29 gelang im Jahr 1962 29 Menschen die Flucht unter der Berliner Mauer in den Westen. Global Screen und Elsani & Neary Media wollen die Geschehnisse in einer achtteiligen Serie verfilmen.

30.07.2021 10:00 • von Jochen Müller
Durch den Tunnel 29 gelang 1962 29 Menschen die Flucht in den Westen Berlins (Bild: Eisani & Neary Media)

Auf der Basis von Zeitzeugenberichten und Originaldokumenten entwickeln Weltvertrieb Global Screen und die Produktionsfirma Elsani & Neary Media derzeit eine achtteilige TV-Serie über die Flucht durch den so genannten Tunnel 29. Durch diesen konnten 29 Menschen im Jahr 1962 unter der Berliner Mauer hindurch in den Westen flüchten. Als den Initiatoren der Flucht, einer Gruppe von Studenten und einem Bauingenieur, während des Tunnelbaus das Geld ausging, nahmen sie Kontakt zu NBC auf, das die Filmrechte kaufte und die Flucht live übertrug.

Von kreativer Seite stehen Grimme-Preisträger Marcus Vetter, der für seine aktuelle Dokumentation "Tunnel der Freiheit" erst kürzlich Zeitzeugen interviewt hatte, sowie Autor und Regisseur Paul Unwin hinter dem Projekt, über das Produzentin Anita Elsani (Elsani & Neary Media) sagt: "Wir glauben, die Geschichte der Berliner Mauer zu kennen. Wir erinnern uns, wie sie im August 1961 hochgezogen und 1989 niedergerissen wurde. Unsere Serie wird das Publikum aufrütteln und zutiefst bewegen. Unsere Serie zeigt, wie das Graben unter einer Stadt sowohl zum Schlüssel für die Freiheit als auch letztlich zur tödlichen Falle werden kann. Ein Thriller über das wichtigste menschliche Bedürfnis - die Freiheit. Es geht um das deutsche Volk. Es geht um seinen außergewöhnlichen Kampf mit der Geschichte, um die tiefgreifenden Gefahren des Nationalismus und einer intoleranten Ideologie. In diesem Sinne ist es eine Geschichte über die Vergangenheit, aber eine, die die Gegenwart anspricht."

Marcus Vetter ergänzt: "Das Zitat von J.F. Kennedy 'Ich bin ein Berliner' hat sich in unser kollektives Gedächtnis eingebrannt, doch es gibt noch einen weiteren Satz, den Kennedy in seiner Rede bei seinem Berlinbesuch am 16. Juni 1963 den Berlinern zugerufen hat: 'Ein Leben in Freiheit ist nicht leicht, und die Demokratie ist nicht immer perfekt, aber wir mussten wenigstens nie eine Mauer bauen, um die Menschen am Fliehen zu hindern'. Als ich bei meinen Recherchen zu dem Dokumentarfilm 'Tunnel der Freiheit' diese Szene ungekürzt sah, und die Millionen von Menschen, die ihm von den Dächern, Fenstern und Straßen Berlins zujubelten, wurde mir noch einmal bewusst, wie zeitgemäß die Geschichte der Tunnelbauer war, die ihr Studium unterbrachen, ihr Leben riskierten, und mit jugendlichem Wagemut für die Freiheit Berlins einstanden. Sie wurden auf ihre Art zu einem Symbol des Kalten Kriegs. In den Recherchen zu dem Dokumentarfilm blieben jedoch viele menschliche Geschichten auf der Strecke, die es nie in den Film schafften. Ich bin deshalb froh, diesen Geschichten durch meine Mitarbeit an der Serie ein erzählerisches Zuhause zu geben."

Julia Weber, Head of Acquisitions & Sales bei Global Screen, betont: "Dieses Projekt steht beispielhaft für unsere neue Firmenstrategie: frühe Koentwicklung und Koproduktion in enger Abstimmung mit unseren Produzenten, um herausragende lokale Stoffe und ein weltweites Publikum zusammenzubringen."