TV

Ehrungen für Cornelia Froboess, #ActOut und Queer Media Society

Der Bundesverband Schauspiel hat die Träger des Ehrenpreis Lebenswerk und des Ehrenpreis Inspiration, die bei der Verleihung des Deutschen Schauspielpreises am 3. September übergeben werden, genannt.

29.07.2021 13:41 • von Jochen Müller
Cornelia Froboess wird bei der Verleihung des Deutschen Schauspielpreises am 3. September für ihr Lebenswerk geehrt (Bild: Imago/Future Image)

Die Schauspielerin Cornelia Froboess wird bei der Verleihung des Deutschen Schauspielpreises am 3. September mit dem Ehrenpreis Lebenswerk ausgezeichnet. Das gab der Bundesverband Schauspiel (BFFS), dessen Vorstand die Preisträgerin aus den eingegangenen Mitgliedervorschlägen auswählte, heute mit. Zur Begründung heißt es in einer Pressemitteilung "Als Kinder- und Teeniestar mit der traumwandlerischen Sicherheit im Auftritt und dem durchlässigen Glanz in der Mimik ausgestattet, bezauberte sie Nachkriegsdeutschland, bediente auch die Sehnsucht nach unbeschwerter Lebensfreude. (...) Cornelia Froboess' Karrierestationen über den Filmstar der Fünfzigerjahre bis zur gefeierten Theaterschauspielerin an den Münchener Kammerspielen dagegen stellen sich aus heutiger Sicht wie eine leichte und selbstverständliche Metamorphose dar. Ob Komödie oder unter die Haut gehendes Drama, sie lässt alles selbstverständlich und beneidenswert leicht aussehen und schafft es, den Kern ihrer überaus einnehmenden Persönlichkeit in ihren Rollen auf eine Weise erstrahlen zu lassen, die die Zuschauer in dem Wunsch schweben lässt, immer mehr und noch mehr davon zu erleben."

Ebenfalls im Rahmen des Deutschen Schauspielpreises wird der Ehrenpreis Inspiration vergeben, mit dem der BFFS eine Persönlichkeit oder Institution ausgezeichnet, die durch ihre Leistung in besonderer Weise die Schauspielkunst ermöglicht und gefördert hat. Der Ehrenpreis Inspiration geht in diesem Jahr an die von den Schauspieler*innen Karin Hanczewski und Godehard Giese initiierte Kampagne #ActOut und das Netzwerk Queer Media Society, das die Kampagne, die sich für die Akzeptanz und Anerkennung von lesbischen, schwulen und bisexuellen sowie transgender, queeren, intergeschlechtlichen und nichtbinären Personen in der Gesellschaft und der deutschsprachigen Film-, Fernseh- und Theaterbranche einsetzt, maßgeblich unterstützt.

Zur Begründung dieser Auszeichnung schreibt der BFFS: "Nichts ist so stark wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist. Aber von selbst setzt sie sich nicht um. Darum danken wir jenen 185 Kolleg*innen, die im Februar diesen Jahres zusammen mit Journalist*innen der Süddeutschen Zeitung das Manifest, die Kampagne und das Netzwerk #ActOut ins Leben gerufen, organisiert und umgesetzt haben. Damit haben sie klug, beherzt und mutig die Gunst der derzeit hohen gesellschaftlichen Akzeptanz für Themen im Zusammenhang mit Diversität genutzt und einen maximalen Fokus auf die Tatsache gelenkt, dass es viele Arten zu sein, zu leben und zu lieben gibt."

Bereits am 5. August werden Godehard Giese und Heinrich Horwitz von #ActOut beim monatlichen BFFS-Podcast "Schauspielheld*innen" zu Gast sein, der u.a. auf www.bffs.de zur Verfügung stehen wird.

Die Nominierten für den Deutschen Schauspielpreis