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"Army of the Dead" noch erfolgreicher

Netflix hat zum zweiten Quartal die Zahlen der erfolgreichsten Formate veröffentlicht. Demnach war "Army of the Dead" noch etwas mehr nachgefragt, während Kevin Hart auch sehr gut ankam.

21.07.2021 09:45 • von Michael Müller
Matthias Schweighöfer (l.) und Dave Bautista in "Army of the Dead" (Bild: Netflix)

Das zweite Quartal von Netflix hat auch diverse spannende Abrufzahlen zu den verschiedenen Formaten auf dem Streamingdienst zum Vorschein gebracht. Der Zombiefilm Army of the Dead" wurde zum Beispiel von weltweit 72 Millionen prognostizierten Haushalten noch auf 75 Millionen tatsächliche Haushalte hochgesetzt. Damit klettert das Werk auf Platz acht der erfolgreichsten Filme aller Zeiten auf Netflix.

Knapp dahinter kommt schon die Kevin-Hart-Komödie Fatherhood" mit 74 Millionen Haushalten, deren Nutzerinnen und Nutzer in mindestens zwei Minuten in den ersten vier Wochen reingeschaut haben. Spannend ist auch der von Sony in der Pandemie eingekaufte Animationsfilm "The Mitchells vs the Machines", der 53 Millionen Haushalte erreichte. Daran zeigt sich aber auch schon, dass Netflix immer noch etwas an den verschobenen oder unterbrochenen Dreharbeiten der eigenen Top-Formate leidet. Die abschließende Staffel von Haus des Geldes" kommt zum Beispiel erst diesen September heraus, die zweite Staffel von The Witcher" startet diesen Dezember.

Die Fantasy-Serie Sweet Tooth" war mit 60 Millionen erreichten Haushalten ein voller Erfolg. Die noch aufwendigere Fantasy-Serie Shadow and Bone" war bereits im Juni um eine zweite Staffel verlängert worden. 55 Millionen Haushalte schalteten sich dort weltweit ein. Das wäre wohl auch für die teure Superheldenserie "Jupiter's Legacy" ungefähr die Gewichtsklasse gewesen, um in eine ganze zweite Staffel geschickt zu werden.

Interessant ist, wie viel weniger die zweite Staffel der internationalen Dating-Show "Finger weg" ("Too Hot to Handle") gefragt war. Erreichte die erste Staffel weltweit noch 51 Millionen Haushalte, sind es jetzt noch 29 Millionen. True-Crime-Dokuserien sind der große aktuelle Trend. Auf Netflix war im zweiten Quartal "The Sons of Sam" mit 19 Millionen Haushalten das erfolgreichste Format. Wobei ein Großteil davon direkt aus den USA kommen müsste, weil David Berkovitz als Serienmörder in Europa beispielsweise weniger bekannt ist.

Im nicht-englischsprachigen Bereich wird die zweite Hälfte der ersten Staffel von Lupin" mittlerweile als zweite Staffel aufgeführt. 76 Millionen Haushalte schalteten vor einem halben Jahr rein, für die zweite Hälfte werden jetzt 54 Millionen Haushalte ausgewiesen. Die spanische Serie "Èlite" bleibt auch in ihrer vierten Staffel ein Hit mit 37 Millionen Haushalten. Bei der ersten Staffel "Wer hat Sara getötet?" schauten noch 55 Millionen weltweit rein, die zweite Staffel wollten 34 Millionen sehen.