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"Große Freiheit" gewinnt in Cannes' Un certain regard

Sebastian Meises deutsch-österreichischisches Drama "Große Freiheit" gewann den Jurypreis der dem Nachwuchs gewidmeten Reihe Un certain regard beim Festival de Cannes. Außerdem wurden gleich vier Arbeiten von Regisseurinnen gewürdigt, so Kira Kovalenkos "Unclenching the Fists".

19.07.2021 08:03 • von Heike Angermaier
"Große Freiheit" mit dem Jurypreis ausgezeichnet (Bild: Piffl)

Sebastian Meises deutsch-österreichischisches Drama "Große Freiheit" gewann den Jurypreis der dem Nachwuchs gewidmeten Reihe Un certain regard beim Festival de Cannes. Außerdem wurden gleich vier Arbeiten von Regisseurinnen gewürdigt. Die Produktion von Freibeuter Film und Rohfilm Productions erzählt mit Franz Rogowski und Georg Friedrich in den Hauptrollen von einem Mann, der wegen seiner Homosexualität mehrfach ins Gefängnis muss.

Mit dem Hauptpreis der Nebensektion wurde Kira Kovalenkos Drama um eine junge Frau aus einer Minenstadt in Nordossetien, die ihren eigenen Weg sucht, "Razzhimaya Kulaki" ("Unclenching the Fists"), ausgezeichnet. Für das beste Ensemble ausgezeichnet wurde die zweite Regiearbeit der Schauspielerin Hafsia Herzi, "Bonne Mère". Der Preis für besonderen Mut ging an "La Civil" von Teodora Ana Mihai, der für Originalität an Lamb" von Valdimar Johannsson und eine besondere Erwähnung an Noche de Fuego", den zweiten Film der mexikanischen Regisseurin Tatiana Huezo. The Match Factory und ZDF und Arte sind deutsche Partner des Dramas um Mädchen in einem mexikanischen Bergdorf, die ein Leben in Angst führen.

Die Juryentscheidungen trafen unter dem Vorsitz von Andrea Arnold die Filmemacher*innen Mounia Meddour, Daniel Burman und Michael Covino sowie Schauspielerin Elsa Zylberstein. Die Preise wurden am Freitagabend vergeben.