Kino

"Weiterhin in kritischer Situation"

Auch anlässlich der Vergabe der Kinoprogrammpreise Mitteldeutschland wurde betont, dass die Corona-Krise für die Kinos noch nicht überstanden ist. Unterstützung von der MDM kommt unter anderem in Form einer Verdreifachung der üblichen Prämiensumme, der mit 20.000 Euro dotierte Hauptpreis geht nach Chemnitz.

16.07.2021 10:26 • von Marc Mensch
Das Chemnitzer Metropol hatte schon während des ersten Lockdowns eine Crowdfunding-Kampagne gestartet, um die Verluste während der Schließung abfedern zu können (Bild: Metropol Chemnitz)

Der Großteil der deutschen Kinos spielt wieder, doch die Krise ist damit noch längst nicht überwunden - schon alleine deshalb nicht, weil zwar wieder ein regelmäßiger, aber doch kein völlig regulärer Spielbetrieb möglich ist. Dazu erklärte MDM-Geschäftsführer Claas Danielsen anlässlich der Vergabe der Kinoprogrammpreise Mitteldeutschland: "Obwohl die Kinos nach vielen Monaten der Schließung inzwischen wieder bundesweit geöffnet haben, befinden sie sich wegen der notwendigen Corona-Auflagen und der nach wie vor ungewissen Pandemieentwicklung weiterhin in einer kritischen Situation. Indem wir erneut Kinoprogrammpreise in dreifacher Höhe vergeben, wollen wir die mitteldeutschen Filmtheater auch 2021 wirkungsvoll unterstützen und ihren Einsatz für das Kulturgut Film auch unter schwierigen Rahmenbedingungen würdigen."

Wie schon im Vorjahr vergab die MDM insgesamt 300.000 Euro, aufgeteilt wurden sie unter 34 gewerblich betriebenen Kinos sowie zehn alternativen/nichtgewerblichen Abspielstätten in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Um unbürokratische Hilfe gewährleisten zu können, erhielten sämtliche Filmtheater eine Auszeichnung, die sich für die Kinoprogrammpreise 2021 beworben hatten. Eine Praxis, die auch andere Länderförderungen verfolgen. Allerdings ließ man es sich bei der MDM nicht nehmen, auch Hauptpreise zu vergeben.

Der Hauptpreis für das beste Jahresfilmprogramm 2020 einer gewerblichen Spielstätte geht an das von Maret Wolff betriebene Metropol in Chemnitz. Die Auszeichnung ist mit einer Prämie in Höhe von 20.000 Euro dotiert. In der Kategorie "alternative/nichtgewerbliche Abspielstätte" sicherte sich das Dresdener Clubkino im Lingnerschloss die höchste Prämie von 10.000 Euro.

Die Preisgelder sollen den Kinobetreiber*innen erneut zeitnah zugute kommen und werden daher bereits im August ausbezahlt, die feierliche Übergabe erfolgt dann wie üblich im Rahmen der Filmkunstmesse Leipzig.

Die komplette Liste der Preisträger*innen finden Sie hier.