Kino

CineEurope ehrt Niels Swinkels

Der Executive Vice President und Managing Director von Universal Pictures International wird beim Kinokongress im Oktober als Verleihvertreter des Jahres ausgezeichnet. Dank sprechen die Organisatoren des Events Universal dabei vor allem für ein taktisches Vorgehen aus, das von großen Kinoketten zunächst alles andere als goutiert wurde.

14.07.2021 13:12 • von Marc Mensch
Niels Swinkels (Bild: CineEurope)

Angesichts des Aufschreis unter großen Kinounternehmen, den die taktischen Entscheidungen von Universal in der Frühphase der Pandemie zunächst auslösten, kommt diese Preisbegründung auf den ersten Blick vielleicht ein wenig überraschend. Denn es sei die Führungsrolle, die Universal dabei übernommen habe, die Kinos weltweit auch in den vergangenen 16 Monaten mit neuen Filmen zu versorgen, für die man sich beim Studio und insbesondere dem Executive Vice President und Managing Director von Universal Pictures International bedanken wolle, wie CineEurope-Geschäftsführer Andrew Sunshine ausführt. Und so werde Niels Swinkels, der in diese Position zum 1. Januar dieses Jahres befördert worden war, bei der kommenden CineEurope im Oktober als Verleihvertreter des Jahres geehrt.

Universal hatte mit der Auswertung von "Trolls World Tour" frühzeitig auf eine PVoD-Strategie gesetzt, ohne die Kinos dabei auszuklammern - und hatte als erstes Studio ein Abkommen über deutlich verkürzte KInofenster mit einer (bzw. der) weltweit führenden Kinokette geschlossen - ausgerechnet jener, die zuvor mit einem Boykott gedroht hatte: AMC. In der Folge hatte Universal auch während der Pandemie regelmäßig Filme wie Nobody", Promising Young Woman" oder Freaky" gestartet - je nach Markt teils um Monate gestaffelt. Zuletzt sorgte "Fast & Furious 9" beim Start für Pandemie-Bestmarken in vielen Märkten, dies steht auch für das Deutschland-Debüt in dieser Woche zu erwarten.

Für die Veranstaltung, die in diesem Jahr pandemiebedingt erst vom 4. bis 7. Oktober stattfindet, werden derzeit noch bis 29. Juli Frühbucherrabatte gewährt. Unterdessen hat sich die Situation in Katalonien weiter verschärft, zuletzt wurde eine Sieben-Tage-Inzidenz von 580 gemeldet, unter 20- bis 29-Jährigen soll sie bei über 3000 liegen. Als Reaktion wurde unter anderem eine Sperrstunde um 0:30 Uhr verhängt. Spaniens Gesundheitsministerin Carolina Darias erklärte unterdessen, dass man davon ausgehe, die Infektionszahlen bald wieder reduzieren zu können.