Kino

Trotz Pandemie: Globale Produktionsausgaben steigen weiter

Angetrieben durch Streamingdienste stiegen die globalen Investitionen in Film- und TV-Produktion 2020 um mehr als 16 Prozent auf 220,2 Mrd. Dollar.

01.07.2021 11:33 • von Jörg Rumbucher
Das meiste Geld gab 2020 Disney aus. Vermutlich auch wegen der Serie "The Mandalorian" (Bild: Disney)

In der Studie "An Industry Transformed" geht das Analyseunternehmen Purely Streamonomics davon aus, dass die Ausgaben für Film- und Fernsehproduktionen, plus die Lizensierung von Inhalten, 2021 weltweit auf rund 250 Mrd. Dollar steigen könnte. Laut Studie stiegen die Ausgaben der Studios, der Streamer sowie unabhängiger Produktionsunternehmen 2020 trotz Produktionsverzögerungen durch die Pandemie auf 220,2 Mrd. Dollar; ein Plus von 16,4 Prozent gegenüber 2019 (189,1 Mrd. Dollar). Die Gesamtsumme von 220,2 Mrd. Dollar umfasst die Produktionsausgaben und die indirekte Finanzierung durch Kofinanzierung, Koproduktionen und Steuergutschriften, nicht aber den Erwerb von Bibliothekstiteln und die Wiederlizenzierung von Back-Katalogen.

Die Studie schlüsselt die Investitionen nicht nach Streamingdiensten auf. Doch die Studienmacher vermuten, dass die Steigerung der Gesamtausgaben mit dem Wachstum der Direct-to-Consumer-Aktivitäten zu tun hat.

Das meiste Geld stellte im vergangenen Jahr der Disney-Konzern bereit: Demnach kam die Walt Disney Company auf eine Investitionshöhe von 28,6 Mrd. Dollar. Es folgen WarnerMedia/Discovery mt 20,8 Mrd. Dollar, Netflix mit 15,1 Mrd. Dollar und Amazon/MGM mit 11,8 Mrd. Dollar.

In Nordamerika wurden der Studie zufolge 2020 149,3 Mrd. Dollar (plus 16,1 Prozent) für die Herstellung von Filmen und TV-Produktionen ausgegeben. Davon entfielen auf Fox 11,3 Mrd. Dollar, auf Comcast neun Mrd. Dollar, auf ViacomCBS 7,5 Mrd. Dollar, auf Sony 5,2 Mrd. Dollar und auf Lionsgate 1,4 Mrd. Dolar.

In Europa kletterten die Ausgaben um 11,8 Prozent auf 32,6 Mrd. Dollar. Auch für diesen Wirtschafsraum geht die Studie von steigenden Investitionen aus, weil für lokale Streamer wie Viaplay und Moviestar+ mehr produziert werde.