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VDD und Kontrakt 18 fordern Zusammenarbeit auf Augenhöhe

In einem gemeinsamen offenen Brief, adressiert an ARD-Programmdirektorin Christine Strobl, fordern der Verband der Deutschen Drehbuchautoren und die Initiative Kontrakt 18 moderne Arbeitsbedingungen beim öffentlich-rechtlichen Fernsehen.

24.06.2021 19:36 • von Frank Heine
VDD und Kontrakt 18 wenden sich an Christine Strobl (Bild: VDD, K18)

Das ist neu: Erstmals treten der Verband Deutscher Drehbuchautoren (VDD) und die in der Initiative Kontrakt 18 (K18) organisierten Drehbuchautor*innen gemeinsam an die Öffentlichkeit. In einem gemeinsamen offenen Brief, adressiert an ARD-Programmdirektorin Christine Strobl, wird die Forderung nach modernen Arbeitsbedingungen und -prozessen beim öffentlich-rechtlichen Fernsehen formuliert.

Als "Forderung nach mehr Qualitätsfernsehen" betitelt, wird den Sendeanstalten in dem Schreiben vorgeworfen, im Vergleich zu den führenden Streamingdiensten dem Potenzial der Kreativen nicht in angemessener Weise zu vertrauen. Wie bereits bei der Gründung von Kontrakt 18 vor drei Jahren, fordern die Autorinnen und Autoren mehr Mitspracherecht im Entstehungsprozess von Filmen und Serien und erneuern gleichzeitig ihre Bereitschaft, mehr Verantwortung zu übernehmen. Von einer "längst überfälligen Wende" ist die Rede, die nun durch den Schulterschluss von VDD und K18 eingeleitet werden soll.

"Zusammenarbeit auf Augenhöhe" soll nicht nur ein Lippenbekenntnis bleiben, sondern vertraglich zugesichert werden. In ihrem offen Brief kündigen VDD und Kontrakt 18 an, einen mit "unseren jeweiligen Anwälten abgestimmten" Text-Vorschlag für neue vertragsverbindliche Leitlinien vorzustellen und diese Vorschläge zum Gegenstand der Gemeinsamen Vergütungsregeln (GVR)-Verhandlungen zu machen.

Den offen Brief finden Sie im vollen Wortlaut hier.