Kino

Mitteldeutsche Kinoprogrammpreise erneut auf erhöhtem Vorjahresniveau

Nachdem die Hoffnung auf ein zumindest "halbwegs normales" Kinojahr auch 2021 schon wieder hinfällig sei, stellt die MDM für die Kinoprogrammpreise erneut das Dreifache der üblichen Summer bereit. Profitieren sollen sämtliche Häuser, die sich beworben haben.

24.06.2021 14:04 • von Marc Mensch
Sachsen-Anhalts Staats- und Kulturminister Rainer Robra (Bild: IMAGO/Christian Schroedter)

Auch in diesem Jahr stellt die Mitteldeutsche Medienförderung MDM insgesamt 300.000 Euro - also das Dreifache der sonst üblichen Summe - für die Kinoprogrammpreise Mitteldeutschland bereit. Ziel der Maßnahme sei es, die Liquidität der Kinos in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen in der "weiterhin existenzbedrohenden Corona-Krise" zu stärken, dementsprechend erfahren erneut sämtliche Filmtheater Unterstützung, die sich für die Kinoprogrammpreise beworben haben. Prämiert wird üblicherweise die Qualität des Vorjahresprogramms, darüber hinaus können diesmal aber auch Aktivitäten der Kinos in den Monaten der Corona-bedingten Spielpausen positiv in die Bewertung einfließen.

Der Aufsichtsratsvorsitzende der MDM, Sachsen-Anhalts Staats- und Kulturminister Rainer Robra, erklärt dazu: "Kinos sind Orte von großer kultureller und gesellschaftlicher Bedeutung. Daher bin ich sehr froh, dass wir die Kinos in der andauernden schwierigen Lage mit der Erhöhung der Kinoprogrammpreise auf 300.000 Euro erneut unkompliziert und effektiv unterstützen können und so dazu beitragen, Kinos als wertvolle Kulturorte zu erhalten."

MDM-Geschäftsführer Claas Danielsen ergänzt: "Seit Anfang November waren die Kinos aufgrund der Corona-Pandemie permanent geschlossen. Obwohl die ersten Filmtheater inzwischen wieder geöffnet haben und am 1. Juli die bundesweite Wiedereröffnung der Kinos ansteht, sind die Hoffnungen auf ein halbwegs normales Kinojahr nach einem Vorjahr, in dem sie rund zwei Drittel Umsatzrückgang verkraften mussten, bereits jetzt hinfällig. Umso mehr freue ich mich, dass wir auch 2021 Preisgelder in dreifacher Höhe an mitteldeutsche Filmtheater vergeben können."