Produktion

Bund will Serienförderung erneut massiv ausbauen

Es ist beinahe eine Randnotiz in der Pressemitteilung zur geplanten Aufstockung des Kulturetats für 2022 - aber nachdem der GMPF schon 2021 auf 30 Mio. Euro erhöht wurde, sollen für diesen Fördertopf im kommenden Jahr noch einmal 20 Mio. Euro mehr zur Verfügung stehen.

23.06.2021 17:50 • von Marc Mensch
Die dritte Staffel von "Dark" wurde vom GMPF mit knapp 3,6 Mio. Euro gefördert (Bild: Netflix)

Nach dem heute vom Kabinett verabschiedeten ersten Regierungsentwurf für den Haushalt 2022 stehen im kommenden Jahr für Kultur und Medien insgesamt 2,1 Milliarden Euro zur Verfügung. Damit steigt der Etat von Kulturstaatsministerin Monika Grütters kontinuierlich weiter, die geplante Summe würde einem Plus von rund 7,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr entsprechen. Seit dem Amtsantritt von Monika Grütters im Jahr 2013 wäre der Kulturetat der Bundesregierung damit insgesamt um 73 Prozent gestiegen.

Der Bereich der Film- und Serienförderung wird in einer längeren Mitteilung der BKM zu den geplanten Mittelerhöhungen nur mit einem einzigen kurzen - aber nichtsdestoweniger erfreulichen - Satz erwähnt. Demnach werde der Bund die für Produktion in diesem Bereich verfügbaren Mittel um 25 Mio. Euro anheben.

Auf Nachfrage von Blickpunkt: Film erklärte das Büro der BKM, dass alleine 20 Mio. Euro hiervon in den German Motion Picture Fund (GMPF) fließen sollen. Das Instrument zur Förderung von High-End-Serien und Filmen, die im TV oder Online ausgewertet werden (nur in den Anfangsjahren wurden auch Kinofilme gefördert), wurde erst in diesem Jahr auf 30 Mio. Euro aufgestockt, ab 2022 stünden nach den aktuellen Plänen somit 50 Mio. Euro zur Verfügung.

Die restlichen fünf Mio. Euro fließen in den DFFF II, der nach Angaben der BKM "bedarfsgerecht auf 75 Mio. aufgestockt und damit auf den Ansatz gebracht" werde, den er in den Jahren 2018 und 2019 bereits hatte.