Kino

Zusätzliche Mittel für Zukunftsprogramm Kino I

Auch im kommenden Jahr werden im Rahmen des Zukunftsprogramms Kino I 30 Mio. Euro für Fördermaßnahmen zur Verfügung stehen - die BKM steuert die Hälfte der Mittel aus dem Programm "Neustart Kultur" bei.

23.06.2021 15:08 • von Marc Mensch
Kulturstaatsministerin Monika Grütters (Bild: IMAGO/Future Image)

Auch im kommenden Jahr will der Bund kleineren und mittleren Kinos bei Investitionen mit dem Zukunftsprogramm I kräftig unter die Arme greifen. Wie aus dem heute vom Bundeskabinett beschlossenen Regierungsentwurf für den Kultur- und Medienetat 2022 hervorgeht, stellt die Bundesregierung für die Fortsetzung dieses Programms 15 Mio. Euro zur Verfügung. Und wie Kulturstaatsministerin Monika Grütters direkt im Anschluss an die Sitzung erklärte, kommen hierzu noch weitere 15 Mio. Euro aus dem Etat des Rettungsprogramms "Neustart Kultur". Damit sollen auch im kommenden Jahr insgesamt 30 Mio. Euro für das Zukunftsprogramm Kino I bereitstehen, nachdem dieses aufgrund der großen Nachfrage schon 2021 von 15 auf 30 Mio. Euro aufgestockt worden war.

Im Rahmen des Zukunftsprogramms I sind dann auch im kommenden Jahr (nur) Kinos mit maximal sieben Sälen antragsberechtigt, die entweder in Gemeinden mit bis zu 50.000 Einwohnern liegen oder bestimmte kulturelle Kriterien erfüllen. Kinos mit einem Saal können bis zu 60.000 Euro erhalten, größere Kinos bis zu 45.000 Euro pro Saal. Ein einzelnes Kino kann so eine Bundesförderung in Höhe von bis zu 315.000 Euro erhalten. Gefördert werden Investitionen in die Zukunftsfähigkeit der Kinos. Dazu zählen insbesondere Saal-, Projektions- und Kassentechnik, digitale Kundenbindung, Barrierefreiheit, Nachhaltigkeit und Energieeffizienz. Die Abwicklung der Fördermaßnahme bleibt (natürlich) in den Händen der FFA.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters erklärte anlässlich der Bekanntgabe des Fördervolumens: "Das Zukunftsprogramm Kino I ist ein höchst effektives Hilfsprogramm für die von der Pandemie schwer getroffenen Kinos. Zwar sind Öffnungen für sie nun wieder möglich, eine echte Rückkehr zum Normalbetrieb lässt aber wegen der weiter geltenden Hygieneauflagen noch auf sich warten. Unter diesen erschwerten Bedingungen unterstützen wir den laufenden Betrieb der Kinos bereits nach Kräften mit dem Sonderfonds des Bundes für Kulturveranstaltungen. Damit sie im Zusammenhang mit der Pandemie weiterhin dringend notwendige Investitionen vornehmen können, stocken wir das Zukunftsprogramm Kino I nochmals kräftig auf. Denn der Kulturort Kino ist für eine lebendige und für eine kulturell offene Gesellschaft gerade auch in kleineren Städten und im ländlichen Raum unverzichtbar."